Weibel und Belting betreiben das GAM-Projekts (Global Art and the Museum) am Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe. Seit Jahren werden dort die Folgen der Globalisierung systematisch untersucht.In seinem Vortrag „Modern Art and the Global Contemporary“ geht Hans Belting der Frage nach, was „global art“ eigentlich ist: „Die Globalisierung der Kunst der letzten zwanzig Jahren ist ein Phänomen, das fast ausschließlich die zeitgenössische Kunst betrifft: es gibt keine Importeinschränkungen und der Einsatz des Internet erlaubt neue Kommunikations- und Produktionsformen. Die Bezeichnung ‚zeitgenössisch‘ bezeichnet eine Kunst, die überall auf der Welt entstehen kann. Gleichzeitig hat sich das Verhältnis zwischen Kunst und Markt verändert; die neuen Märkte und die Messen haben der Kunst eine weltweite Präsenz ermöglicht“, so Belting.Peter Weibel wird über das Thema „Confluence of Cultures“ sprechen. In der Kolonialzeit hat Europa versucht, sich andere Länder, Völker und Kulturen zu unterwerfen. Dies hat in der Folge dazu geführt, dass man von einem „clash of civilisations“ gesprochen hat (Samuel P. Huntington). Weibels These ist, dass im Zeichen der Globalisierung genau das entgegengesetzte Phänomen erfolgt: „confluence of civilisations“. Beide Vorträge erfolgen in deutscher Sprache.Die Veranstaltung am 18. Mai ist eine Kooperation von Freier Universität Bozen und Museion und beginnt um 20 Uhr in der Aula C 2.06. der Freien Universität Bozen (Universitätsplatz, Bozen).Der Eintritt ist frei.