Montag, 04. Mai 2015

Kunstprojekt zum Weltmädchentag

Zusammenarbeit zwischen Zonta Club und Kommission für Chancengleichheit der Gemeinde Brixen bringt 2700 Euro

Bild von links nach rechts: Monika Leitner, Präsidentin der Kommission für Chancengleichheit, Marlene Kerer, Präsidentin des Zonta-Club Brixen, Stadträtin Elda Letrari
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Bild von links nach rechts: Monika Leitner, Präsidentin der Kommission für Chancengleichheit, Marlene Kerer, Präsidentin des Zonta-Club Brixen, Stadträtin Elda Letrari

Der Zonta Club Brixen mit  Marlene Kerer als derzeitige Präsidentin konnte kürzlich dem internationalen Zonta-Projekt „Verhinderung von Kinderehen “  die stolze Summe von 2.700 Euro zur Verfügung stellen.

Der Spendenbetrag stammt aus dem Kunstprojekt rund um den ersten Weltmädchentag in Brixen, den die Kommission für Chancengleichheit der Gemeinde Brixen auf die Beine stellte.

Die Mischung aus historischem Event und Kunstaktion, für deren Konzept die Brixner Künstlerin Maria Theresia Stockner verantwortlich zeichnete, war eine Hommage an die Wäscherinnen, die vor einigen Jahrzehnten noch an der Treppe unter der Nepomukstatue im Eisack wuschen. Die künstlerisch verpackten und handgeschöpften Seifen, die Stockner für das Event zur Verfügung gestellt hatte, wurden von den Mitgliedern des Zonta Clubs in Brixen während des Abends und auf internationalen Clubtreffen verkauft und brachten insgesamt 2.700 Euro ein.

„Der internationale Weltmädchentag hat die Bildung der Mädchen im Fokus. Ziel ist es, Mädchen weltweit mindestens neun Jahre Schulbildung oder eine vergleichbare Ausbildung zu gewährleisten“, meint Monika Leitner, Vorsitzende der Kommission für Chancengleichheit, „und er deckt sich mit den Zielen des Zonta-Projektes.“ Dieses sieht vor, in vier Regionen des Niger die Zahl der Kinderehen und der damit einhergehenden Frühschwangerschaften zu reduzieren. Innerhalb von zwei Jahren sollen 25.000 Mädchen erreicht werden.

Das Projekt setzt auf Ausbildung und möchte Mädchen die Kompetenzen in die Hand geben, ein selbstbestimmtes Leben in ihrer eigenen Umgebung führen zu können. „Der Niger steht dabei exemplarisch für viele Länder der Erde“, meint Marlene Kerer. „Das Problem der Kinderehen ist leider weltweit anzutreffen und aus persönlichen Erfahrungen weiß ich, dass es durch die Zuwanderung bis nach Südtirol reicht. Ich bin überzeugt, dass Bildung das effizienteste Mittel zur Armutsbekämpfung ist.“  Jedes Jahr an zusätzlicher Schulbildung erhöht das spätere Einkommen eines Mädchens um 10 Prozent, und trägt viel dazu bei, den Lebensstandard, aber auch das Selbstbewusstsein der Mädchen  in den betroffenen Regionen zu erhöhen und dadurch die Abwanderung einzuschränken. 

Zonta Club Brixen, Brixen

stol