Mittwoch, 17. Januar 2018

Kurden in Nordsyrien rufen zum Eingreifen auf Damaskus

Nach Erdogans Drohung einer neuen Militärintervention in Nordsyrien haben die dortigen Kurden die internationale Gemeinschaft zum Eingreifen aufgefordert. Die in Nordsyrien führende Kurdenpartei PYD verurteilte am Mittwoch zugleich Artillerieangriffe der Türkei.

Nordsyrische Kurden fordern zum Eingreifen auf.
Nordsyrische Kurden fordern zum Eingreifen auf. - Foto: © APA/AFP

Die PYD forderte die Vereinten Nationen und den UN-Sicherheitsrat auf, sofort alles zu tun, damit die Region friedlich bleibe. Der türkische Präsident Erdogan hatte in dieser Woche einen Einsatz in der Region Afrin angekündigt, die von der Kurdenmiliz YPG kontrolliert wird. Diese ist eng mit der PYD verbunden.

Die Türkei sieht in der Miliz den syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und bekämpft sie. Die YPG kontrolliert in Nordsyrien an der Grenze zur Türkei große Gebiete.

Erdogan erklärte am Sonntag, Ziel der Operation sei es, die südliche Grenze der Türkei „vom Terror zu säubern“. Er rief die USA dazu auf, „die legitimen Anstrengungen der Türkei zu unterstützen“. Die USA unterstützen die YPG und haben die Kurdenmiliz im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit Waffen ausgerüstet. Türkische Truppen beschossen Afrin zuletzt mehrfach mit Artillerie.

dpa

stol