Mittwoch, 25. März 2015

Kurtinig: Neues Biotop als Geschenk für Torfstich

Auf ein neues Biotop im Westen des Dorfes kann sich die Gemeinde Kurtinig freuen. Die Kosten hierfür übernimmt die Firma Grünig Natursteine GmbH als Ausgleich für den Aushub von Torf in Salurn. Landesrat Richard Theiner machte sich kürzlich ein Bild der Arbeiten.

Projektbesprechung mit dem Biologen Michael Gasser (Bildmitte). Foto LPA/rm
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Projektbesprechung mit dem Biologen Michael Gasser (Bildmitte). Foto LPA/rm

Die Konzession für den Aushub von Torf im Gemeindegebiet von Salurn bekommt die Firma Grünig vom Land und muss dafür als Ausgleich Umweltprojekte finanzieren. Die Gemeinde Kurtinig wurde als erste aktiv und legte dem Sterzinger Unternehmen ein Projekt für ein neues Biotop im Westen des Dorfes vor. In Absprache mit dem Landesamt für Landschaftsökologie wurden gleich Nägel mit Köpfen gemacht: Das 650 Quadtratmeter große Biotop - übrigens das siebten im Gemeindegebiet - soll bereits Ende April verwirklicht sein und Teil des geplanten Weinlehrpfades werden, der künftig von Kurtatsch nach Kurtinig führen soll.

 

Gemeinsam mit Bürgermeister Manfred Mayr, dem Direktor des Landesamtes für Landschaftsökolgie, Peter Kasal, dem Projektanten Michael Gasser, Martin Schanung, Geschäftsführer der Fa. Grünig und Pfarrer Franz Josef Campidell, machte sich Umweltlandesrat Richard Theiner kürzlich ein Bild vom aktuellen Stand der Arbeiten. Die Baggerfahrer haben bereits mit dem Aushub begonnen und die frisch gefällten Baumstämme stehen schon für einen Steg bereit, der das Biotop säumen soll.

 

"Es ist ein vorbildliches Beispiel dafür, wie Gelder für Umweltausgleichsmaßnahmen sinnvoll genutzt werden, im Interesse der Gemeinde, der Betreiberfirma aber nicht zuletzt auch für die Umwelt", betonte Landesrat Theiner bei dem Lokalaugenschein in Kurtinig. "Der Teich wird nach seiner Fertigstellung eine Gesamtwasserfläche von 380 Quadratmetern aufweisen und Rückzugsgegbiet für viele Wassertiere und -pflanzen sein", wies Peter Kasal auf die ökologische Bedeutung des Projektes hin. Zudem werde der westliche Abschnitt des bestehenden Rundgrabens revitalisiert und ein frischer Wasserzu- und abfluss durch die angrenzenden Gräben ermöglicht. Bürgermeister Manfred Mayr freut sich über das neue Biotop im Gemeindegebiet, das den Bewohnern des Dorfes, aber auch den Besuchern eine Rast in unberührter Landschaft ermöglichen soll: "Unser Themenschwerpunkt beim Weinlehrpfad wird das Biotop sein, wo man nicht nur die Natur bestaunen kann, sondern auch die Möglichkeit zum Innehalten hat", so Mayr.

 

Um das Biotop verwirklichen zu können, spielte auch der Segen der Kirche mit: Pfarrer Franz Josef Campidell erklärte sich nämlich bereit, ein Grundstück der Kurie zu tauschen, um eine bessere Positionierung und die Zufahrt zum Biotop zu ermöglichen. Die Gesamtkosten für die Errichtung des Teichs und die Bepflanzung mit heimischen Sträuchern und Bäumen belaufen sich auf rund 40.000 Euro, die zur Gänze von der Fa. Grünig bezahlt werden.

stol