Mittwoch, 08. April 2015

Kurz in Rom: Österreich bleibt Garant für Autonomie

Bei einem Treffen zwischen dem österreichischen Außenminister Sebastian Kurz und seinem italienischen Kollegen Paolo Gentiloni wurde unter anderem über die Südtiroler Autonomie gesprochen.

Die Außenminister Paolo Gentiloni und Sebastian Kurz treffen in Rom aufeinander
Die Außenminister Paolo Gentiloni und Sebastian Kurz treffen in Rom aufeinander - Foto: © APA/EPA

Das Finanzabkommen zwischen Rom und Südtirol schaffe Klarheit. Es sei wichtig, dass Österreich als Garant der Südtiroler Autonomie eingebunden bleibe, betonte Kurz, der am Dienstagabend den Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher und die Südtiroler Parlamentarier in der österreichischen Botschaft in Rom traf.

Des Weiteren hat Gentiloni zu einem europäischen Einsatz gegen den IS-Terrorismus aufgerufen. „Die EU kann nicht wegschauen, wir können vor dieser Situation nicht gleichgültig bleiben.“

Wichtig sei vor allem humanitäre Hilfe für die vertriebenen Christen zu garantieren. Zugleich müsse die EU den Dialog mit der islamischen Gemeinschaft offen halten, die den Fundamentalismus bekämpfe. Der Einsatz gegen Foreign Fighters (Auslands-Kämpfer) sei besonders wichtig, um die Sicherheit in Europa zu garantieren.

Gentiloni zeigte auch starkes Interesse für das österreichische Islam-Gesetz. Er informierte sich bei Kurz umfassend über die Inhalte des Gesetzes.

Am Mittwoch wird Kurz im Vatikan zu einem Arbeitsgespräch mit Erzbischof Paul Richard Gallagher, dem vatikanischen „Außenminister“, erwartet. Im Mittelpunkt des Treffens werden die Themen Religionsfreiheit und Dialog der Religionen stehen. Kurz wird auch der Generalaudienz des Papstes auf dem Petersplatz beiwohnen.

Danach soll er die Gelegenheit bekommen, den Pontifex persönlich zu treffen.

apa

stol