Mittwoch, 17. Januar 2018

Kurz will mit Merkel über „notwendige EU-Reformen” reden

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) reist am Mittwoch nach Berlin. Dort will er mit seiner deutschen Amtskollegin Angela Merkel unter anderem erörtern, in welchen Bereichen es Kooperationen bezüglich der „notwendigen Reformen in der EU” geben könnte. „Insbesondere gilt es, die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Europa zu stärken”, so Kurz im Vorfeld des Besuchs.

Sebastian Kurz macht sich auf den Weg nach Berlin. - Foto: APA (AFP)
Sebastian Kurz macht sich auf den Weg nach Berlin. - Foto: APA (AFP)

Laut seinem Büro werden neben den bilateralen Beziehungen der österreichische Ratsvorsitz in der zweiten Jahreshälfte 2018, die Brexit-Verhandlungen, der neue Mehrjährige Finanzrahmen (MFR) und die „Migrationskrise” sein.

Diesbezüglich war das Verhältnis der beiden Staaten zuletzt von unterschiedlichen Ansichten geprägt. Österreich fährt in der Asylfrage bisher einen deutlich härteren Kurs als Deutschland. Auch in Fragen der EU sind gibt es Unterschiede. So will der Chef der schwarz-blauen Regierung im Gegensatz zu Merkel die Macht von Brüssel künftig beschränken.

Kurz wird in Berlin am Mittwoch auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, der wie Merkel der konservativ-wirtschaftsliberalen CDU angehört, und am Donnerstag Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier treffen, der aus dem Lager der Sozialdemokraten (SPD) stammt.

Zudem ist ein Auftritt in der TV-Talkshow von Sandra Maischberger (ARD) sowie ein „hochkarätiges Abendessen” im „Axel-Springer-Haus” (Medienverlag) vorgesehen,

apa/ag.

stol