Freitag, 24. Juni 2016

Länderübergreifende Anerkennung von Abschlüssen gefordert

HGV hat beim Jahrestreffen der deutschsprachigen Gastgewerbeverbände in Leipzig teilgenommen

Die Spitzenvertreter der Hotellerie- und Gastronomieverbände aus Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Südtirol und der Schweiz in Leipzig.
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Die Spitzenvertreter der Hotellerie- und Gastronomieverbände aus Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Südtirol und der Schweiz in Leipzig.

Bozen/Leipzig – Die Spitzenvertreter der Hotellerie- und Gastronomieverbände aus Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Südtirol und der Schweiz trafen sich jüngst in Leipzig zum alljährlichen Austausch. Auch der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) nahm daran teil.

Das traditionelle Jahrestreffen der deutschsprachigen Hotellerie- und Gastronomieverbände hat sich zu einer wichtigen Plattform für den länderübergreifenden Erfahrungsaustausch entwickelt. Im Zentrum der diesjährigen Beratungen in Leipzig standen die gastgewerbliche Berufsausbildung, die Mitarbeitergewinnung, die Integration von Flüchtlingen in den gastgewerblichen Arbeitsalltag sowie die Koordinierung der jeweiligen Aktivitäten gegen wettbewerbswidrige Klauseln von Online-Buchungsportalen und die gemeinsame Kampagne „Direkt Buchen“.

Einen weiteren wichtigen Themenblock bildete die Notwendigkeit zur Modernisierung der gastgewerblichen Ausbildung und die länderübergreifende Anerkennung von Abschlüssen. „Gerade in der Internationalität und der Beschäftigung in verschiedenen Ländern und Kulturräumen liegt für viele junge Menschen die Attraktivität unserer Branche. Dies ist für unsere Betriebe ein Pluspunkt, den wir zusammen verstärken wollen”, erklärt HGV-Präsident Manfred Pinzger. Daher fordern die Verbände eine Verbesserung der gegenseitigen Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen.

Zufrieden zeigten sind die Verbandsvertreter mit den jüngsten Entwicklungen in Bezug auf die Bestpreisklauseln der internationalen Buchungsportale. Hier ist es sowohl in Italien als auch in Deutschland und jüngst auch in Österreich gelungen, gegen die wettbewerbsbeschränkenden und die unternehmerische Freiheit beschneidenden Aktivitäten der Plattformen einzuschreiten. Die deutschsprachigen Gastgewerbeverbände werden die weitere Entwicklung in den einzelnen Ländern genau verfolgen. „Allen Verbänden geht es darum, dass die Beherbergungsbetriebe selber entscheiden können, zu welchen Preisen sie den Gästen eine Hotelnächtigung anbieten. Die Hoteliers wollen wieder mehr Preishoheit erlangen”, fasst HGV-Direktor Thomas Gruber die Diskussionen in Leipzig zusammen.

HGV Pressedienst, Bozen

stol