Wenn das Treffen der großen Industriestaaten mit Russland nicht stattfinde, „ist das keine große Tragödie“, sagte Lawrow am Montag in Den Haag. „Wenn unsere westlichen Partner denken, dass sich das Format überlebt hat, dann ist das eben so.“Russland werde jedenfalls nicht versuchen, an dem Format festzuhalten, fügte er hinzu. Lawrow äußerte sich am Rande des Gipfels für Atomsicherheit im niederländischen Den Haag. Zuvor war er mit US-Außenminister John Kerry und dem ukrainischen Außenminister Andrej Deschtschiza zusammengekommen.Es wäre das ranghöchste Treffen zwischen Moskau und Kiew seit dem Machtwechsel in der Ukraine Ende Februar. Details wurden nicht genannt. Russland erkennt die neue Regierung in Kiew nicht an. Lawrow verteidigte das russische Vorgehen auf der Krim: Dies „hängt nicht mit irgendwelchen bösen Bestrebungen unsererseits zusammen, sondern mit der Notwendigkeit, Russen zu schützen, die dort seit Jahrhunderten lebten“. Zur Frage, warum man Russland glauben sollte, sagte er: „Wir zwingen niemandem, uns zu glauben. Wir selbst haben sehr lange unseren westlichen Partnern nach dem Zerfall der Sowjetunion geglaubt. Wir kennen den Preis von Versprechen.“apa/afp/dpa