Dann spricht nichts dagegen, seiner Katze ab und zu das eine oder andere Leckerli zu geben – zur Belohnung oder einfach so. <BR /><BR /><b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Viele Snacks, die es in der Tierhandlung oder im Supermarkt zu kaufen gibt, enthalten ungesunde Füllstoffe. Beim Einkauf lohnt sich ein Blick auf die Zusammensetzung und den Kaloriengehalt. Gut eignen sich naturbelassene Snacks wie Fleisch oder Fisch (getrocknet) bzw. ungewürzte Fleisch- oder Fischsnacks mit überschaubarer Zutatenliste. <BR /><BR />Wenn möglich, sollte man auf Snacks mit einer langen Liste aus „tierischen Nebenerzeugnissen“, „Ölen und Fetten“, „pflanzlichen Nebenerzeugnissen“ und „Getreide“ verzichten. Zwar ist Getreide nicht grundsätzlich schlecht und Nebenerzeugnisse sind nicht automatisch minderwertig, aber es kommt wie immer auf die Qualität und die gesamte Zusammensetzung an.<BR /><BR />Zugesetzter Zucker hat im Katzenfutter nichts verloren. In der Zutatenliste kann er beispielsweise als Saccharose bzw. Sucrose, Glukose bzw. Dextrose, Fruktose oder Maltose auftauchen. Auch Melasse enthält Zucker. <BR /><BR />Gut eignet sich ein Stück gekochtes Rind-, Lamm-, Geflügel- oder Wildfleisch als Snack, oder man stellt seine Leckerlis einfach selbst her. Bei der Herstellung kann man gerne kreativ sein und die Zutaten verwenden, die die Katze gerne mag und die für sie geeignet sind. Im Netz finden sich viele einfache und schnelle Rezepte zum Nachmachen.<BR /><BR />Natürlich gilt immer, die Leckereien in Maßen zu geben und sie am besten in den Tagesbedarf einzuberechnen, damit die Katze nicht unnötig an Gewicht zulegt. Leckerlis sollten weniger als zehn Prozent der täglichen Kalorienzufuhr ausmachen. <BR /><BR />Leidet die Katze an Übergewicht, Allergien oder Nierenproblemen, sollte man die Auswahl der Leckerlis mit seinem Tierarzt besprechen. Ausreichend Bewegung und eine artgerechte Beschäftigung gehören selbstverständlich auch zum gesunden Katzenleben dazu.<h3> Belohnung</h3> Positive Verstärkung bringt in der Katzenerziehung bessere Ergebnisse als Strafen. Hier kommen Leckerlis ins Spiel. Wenn die Katze beispielsweise dauernd auf den Tisch springt, kann man ihr einen attraktiven alternativen Sitzplatz anbieten und sie belohnen, wenn sie diesen nutzt. Springt sie doch auf den Tisch, nimmt man sie herunter und setzt sie wieder auf den Stuhl. Bleibt sie dort kurz ruhig sitzen, bekommt sie erneut ein Leckerli. So lernt sie schnell, dass es sich für sie lohnt, diesen Platz zu nutzen. Ganz ohne Bestrafung oder lautes Schimpfen.<h3> Besser nicht</h3>Verzichten sollte man auf Essensreste als Snack – auch wenn die Katze am Tisch bettelt und jeder Tierliebhaber weiß, wie schwer es ist, ihrem Blick zu widerstehen. Unser Essen kann Zutaten enthalten, die gesundheitsschädlich oder sogar giftig für Katzen sind. Dazu gehören beispielsweise Zwiebeln und Knoblauch, Kaffee, Schokolade, Weintrauben, Alkohol, Rosinen oder Hefeteig … <BR /><BR />Auch Thunfisch für den menschlichen Verzehr sollte nicht in Mengen gefüttert werden. Gelegentlich darf er als Leckerli gegeben werden. Knochen besser nicht verfüttern – vor allem gekochte, denn die können splittern und zu Verstopfungen führen!<BR /><BR />In zahlreichen Kinderbüchern sieht man Kätzchen Milch aus einer Schale schlabbern und in der Tat lieben Katzen Milch, doch diese ist für eine artgerechte Ernährung nicht empfehlenswert. Zwar zeigen manche keine Symptome, doch viele erwachsene Katzen vertragen Laktose schlecht und können Verdauungsprobleme wie Blähungen oder Durchfall bekommen. Spezielle Katzenmilch ist meist laktosereduziert, aber ebenfalls kein Bestandteil gesunder Ernährung. Sie sollte, wenn überhaupt, nur gelegentlich gegeben werden. <BR /><BR />Noch ein kurioser Fakt zum Schluss: Katzen besitzen keinen funktionsfähigen Rezeptor für süßen Geschmack und nehmen Süßes deshalb nicht so wahr wie wir Menschen.