Interesse für den Einstieg bei Alitalia hat der arabische Air-Berlin-Großaktionär bereits vor einigen Wochen signalisiert. „Wir sind noch in einer Phase der Überprüfung der Lage der Alitalia“, betonte Etihad-Präsident James Hogan zuletzt. Etihad kauft sich seit einigen Jahren in Europa und anderen Kontinenten bei kapitalbedürftigen Airlines ein.Alitalia hat inzwischen Gespräche mit den Gewerkschaften aufgenommen. Ziel von Geschäftsführer Gabriele Del Torchio ist, Einsparungen in Höhe von 128 Mio. Euro durchzusetzen. Die Airline will 1.900 Jobs streichen. 280 Pilotenstellen sollen wegfallen, beim Flug-und Bordpersonal sollen es 830 Arbeitsplätze weniger werden. Die ums Überleben kämpfende Fluggesellschaft hat diese Woche von den Banken eine lebenswichtige Geldspritze von 200 Mio. Euro erhalten.Im Dezember hatte die Gesellschaft in letzter Minute 300 Mio. Euro frisches Kapital eingesammelt, womit sie Analysten zufolge die nächsten sechs Monate weiterfliegen kann. Die UniCredit ist im Zuge der Kapitalaufstockung zum drittstärksten Aktionär der Alitalia aufgerückt. Das Geldhaus, das sich mit 50 Mio. Euro an der Kapitalerhöhung zur Rettung der angeschlagenen Fluggesellschaft beteiligte, hält jetzt einen 12,99-prozentigen Anteil an der Airline.apa