Sonntag, 27. August 2017

Libanesische Armee verkündet Feuerpause gegen IS-Miliz

Die libanesischen Streitkräfte wollen mit den Jihadisten über Freilassung von Soldaten verhandeln.

Die libanesischen Streitkräfte wollen mit den Kämpfern des IS über die Freilassung von 30 Soldaten verhandeln.
Die libanesischen Streitkräfte wollen mit den Kämpfern des IS über die Freilassung von 30 Soldaten verhandeln.

Die libanesische Armee hat eine einseitige Feuerpause gegen die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) verkündet. In der Grenzregion zu Syrien würden die Waffen vorerst ruhen, erklärten die Streitkräfte am Sonntag. Die Armee will mit den Extremisten über die Freilassung libanesischer Soldaten verhandeln, die seit drei Jahren als Geiseln gehalten werden.

Insgesamt 30 Soldaten und Polizisten entführt

Demnach sind noch neun Soldaten in den Händen der IS-Miliz. Die Jihadisten hatten im August 2014 den Grenzort Aarsal überfallen und insgesamt 30 libanesische Soldaten und Polizisten entführt.
Die libanesische Armee will den Osten des Landes vom IS befreien. Sie hatte deshalb am 19. August dieses Jahres eine Großoffensive gegen die Jihadisten in dem gebirgigen Grenzgebiet zu Syrien gestartet.

Hisbollah schließt sich der Feuerpause an

Auch die Hisbollah-Miliz kündigte eine Kampfpause gegen den IS an. Es gehe um eine „umfassende Einigung auf ein Ende der Kämpfe“ in der Region West-Kalamun auf der syrischen Seite der Grenze, hieß es. Die schiitische Hisbollah kämpft auf Seiten des syrischen Machthabers Bashar al-Assad gegen den sunnitischen IS.

apa/afp

stol