Samstag, 11. August 2018

Lima-Gruppe verurteilt Verfolgung venezolanischer Oppositioneller

Nach dem mutmaßlichen Attentat auf Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro hat die sogenannte Lima-Gruppe die Verfolgung von Regierungsgegnern in dem südamerikanischen Land scharf verurteilt.

Nach Angaben der Regierung hatten mutmaßliche Attentäter am vergangenen Wochenende versucht, einen Bombenanschlag mit Drohnen auf Maduro zu verüben.
Nach Angaben der Regierung hatten mutmaßliche Attentäter am vergangenen Wochenende versucht, einen Bombenanschlag mit Drohnen auf Maduro zu verüben.

„Wir sind sehr beunruhigt darüber, dass Sicherheits- und Justizbehörden benutzt werden, um Oppositionelle zu verfolgen“, hieß es in einer am Samstag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung mehrerer lateinamerikanischer Staaten und Kanadas. „Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass mit der demokratischen Ordnung gebrochen wurde.“

Zuvor war der Oppositionsführer Julio Borges weltweit zur Fahndung ausgeschrieben worden. Die Ermittler werfen dem Vorsitzenden der Partei Primero Justica vor, der Drahtzieher hinter dem Anschlagsversuch vom vergangenen Wochenende zu sein. Borges lebt derzeit im Exil in Kolumbien. Der Abgeordnete Juan Requesens wurde in Venezuela vom Geheimdienst festgenommen.

Nach Angaben der Regierung hatten mutmaßliche Attentäter am vergangenen Wochenende versucht, einen Bombenanschlag mit Drohnen auf Maduro zu verüben. Maduro blieb unverletzt. Nach offiziellen Angaben wurden aber sieben Nationalgardisten zum Teil schwer verletzt. Die Lima-Gruppe rief Venezuela nun zu einer unabhängigen und transparenten Untersuchung des Vorfalls auf.

dpa

stol