Freitag, 13. Januar 2017

Luftangriff auf Militärflughafen in Damaskus: Raketen aus Israel?

Auf dem Militärflughafen Masseh nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus haben sich in der Nacht zum Freitag laut Berichten des syrischen Staatsfernsehens mehrere Explosionen ereignet. Auch die amtliche Nachrichtenagentur Sana berichtete von den Explosionen. Medien beschuldigen Israel.

Vor den Angriffen auf einen Militärflughafen hat es am Donnerstag in Damaskus einen Selbstmordanschlag mit 8 Toten gegeben.
Vor den Angriffen auf einen Militärflughafen hat es am Donnerstag in Damaskus einen Selbstmordanschlag mit 8 Toten gegeben. - Foto: © APA/AFP

Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP in Damaskus hörte die Explosionen und sah ein großes Feuer auf dem Militärflughafen. Rauch war über Damaskus zu sehen. Der regierungsnahe Sender Sana TV berichtete, der Flughafen sei Ziel eines Luftangriffs gewesen.

Unterschiedliche syrische Quellen haben seit Beginn des Konflikts von israelischen Luftangriffen auf syrischem Gebiet gesprochen, darunter in der Gegend von Masseh. Die israelische Armee wollte die Berichte über die Explosionen auf Nachfrage von AFP nicht kommentieren.

Der Militärflughafen Masseh liegt acht Kilometer südwestlich von Damaskus. Er ist Sitz des berüchtigten Geheimdienstes der Luftwaffe, der dort über ein großes Gefängnis verfügt.

Selbstmordanschlag nahe eines Sportklubs

Am Donnerstagabend sprengte sich ein Attentäter in Damaskus in die Luft. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, der Mann habe in der Nähe eines Sportvereins seinen Sprengstoffgürtel gezündet und sieben Menschen mit in den Tod gerissen.

Die den Regierungsgegnern nahestehende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von mindestens neun Toten, einschließlich des Selbstmordattentäters. Nach ihren Angaben ereignete sich der Anschlag in der Nähe von militärischen und Geheimdiensteinrichtungen. Unter den Opfern seien vier Soldaten.

Russland will USA zu Syrien-Gesprächen einladen

Russland ist offenbar bereit, die USA in die geplanten Gespräche über eine Friedenslösung für Syrien einzubinden. Russland sei einverstanden, die USA zu dem Treffen am 23. Jänner einzuladen, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Donnerstagabend in Genf. 

apa/afp

stol