Donnerstag, 30. Juli 2015

Luftangriffe halten an: Kurden warnen vor Flächenbrand

In der Türkei eskaliert seit einem Anschlag auf ein prokurdisches Treffen mit 32 Toten der Konflikt zwischen dem türkischen Staat und den kurdischen Rebellen. Die Kurden fürchten einen Flächenbrand in der Region im Falle anhaltender Luftangriffe.

Er sei traurig, dass die Türkei und die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) den Friedensprozess beendet hätten, sagte der Bürgermeister im nordirakischen Erbil, Nihad Latif Koja, am Donnerstag im RBB-Inforadio.
„Wir brauchen keinen weiteren Krieg“, sagte er mit Blick auf den Kampf der Kurden gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Die PKK wies der türkischen Regierung eine Mitschuld für den Anschlag zu, für den Ankara die Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS) verantwortlich machte. Die PKK griff daraufhin türkische Polizisten an, die Regierung bombardiert nun PKK-Stellungen im Nordirak und in der Türkei.

Polizist uns Passant erschossen

Im Südosten der Türkei ist erneut ein Polizist vermutlich von Aktivisten der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) erschossen worden.

Aus einem Auto heraus schossen die Täter am Mittwochabend auf den Polizisten, der im Distrikt Cinar vor einem Teehaus saß, wie türkische Nachrichtenagenturen am Donnerstag berichteten. Auch eine Passant wurde getroffen, der später ebenfalls seinen Verletzungen erlag.

dpa

stol