Sonntag, 27. September 2015

Lukaschenko macht Westen für Terrorismus und Krise verantwortlich

Der Westen ist nach den Worten des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko für die Gewalt im Nahen und Mittleren Osten und für den Terror der Miliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich.

Alexander Lukaschenko
Alexander Lukaschenko - Foto: © APA/EPA

Nur die Invasion „einiger wohlbekannter Staaten“ im Irak, Libyen und Syrien habe zu einer Destabilisierung der Region und zu einem Erstarken der Islamisten geführt, sagte der seit 1994 diktatorisch regierende Präsident am Sonntag vor der UN-Vollversammlung in New York.

„Wir haben das Gleichgewicht der Kräfte, das mit der Auflösung der Sowjetunion endete, noch nicht wieder herstellen können“, sagte Lukaschenko. „Und wenn es keine Stabilität gibt, gibt es auch keine Sicherheit und keinen Frieden, nur Krise.“ Es sei sogar ein neuer Weltkrieg möglich.

Eigentlich sollte es auf dem UN-Gipfel um die sogenannten Nachhaltigkeitsziele gehen, mit denen weltweit Hunger und Armut abgebaut werden sollen. Lukaschenko sagte: „Müttersterblichkeit gibt es in Weißrussland nicht und die Kindersterblichkeit ist die niedrigste in der Welt. Das ist wahre Demokratie und nicht das, was uns westliche Oberlehrer immer erzählen wollen.“

Die Vereinten Nationen sehen Weißrussland bei der Kindersterblichkeit allerdings nicht auf Platz 1, sondern nicht einmal unter den ersten 30. Und die Weltgesundheitsorganisation WHO hat auch Müttersterblichkeit in dem Land registriert.

apa/dpa

stol