Die Literatur-Performance beinhaltet eine von Ben Becker getroffene Auswahl deutscher Dichtkunst, ausgewählt aus der vor über fünfzig Jahren von Ludwig Reiners zusammengestellten „Sammlung Deutscher Gedichte und Balladen“ erweitert um einige von Ben Becker als passend empfundene Gedichte und Songs.Ben Becker …Die Mutter Schauspielerin, der Vater und der Ziehvater ebenso, die Großmutter Komikerin, der Großvater Tänzer und der Onkel Akrobat – sieht man sich diese Künstlerfamilie an, wird klar, woher Ben Beckers Leidenschaft für die Literatur kommt. Im Stile Tschechows wurden in seinem Elternhaus jedes Jahr zu Weihnachten Freunde und Künstler geladen um zu feiern, zu musizieren und Texte vorzutragen. Besonders beliebt waren dabei deutsche Balladen, die immer mehr in Vergessenheit geraten. Ben Becker hat sich vorgenommen, diese von angeblicher Verstaubtheit zu befreien und verspricht einen perfekt inszenierten Abend deutscher Dichtkunst. Wenn der preisgekrönte Schauspieler mit seiner tiefen Stimme Balladen interpretiert, werden all jene, die bisher nichts mit dieser Gattung anfangen konnten, eines Besseren belehrt. YOYO Röhm begleitet am Klavier. Ben Becker wirkte bereits als Kind in Hörspielen mit und übernahm frühzeitig kleine Filmrollen. Er betätigte sich als Bühnenarbeiter bei der Berliner Schaubühne und erhielt von 1985 bis 1987 Schauspielunterricht. Danach erhielt er sein erstes Engagement am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg. Anschließend ging er an das Staatstheater Stuttgart, wo er 1991/92 den Ferdinand in Schillers „Kabale und Liebe“ verkörperte, dann an das Schauspielhaus Düsseldorf, während er 1993/94 in der Rolle des Tybalt in Shakespeares „Romeo und Julia“ am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg agierte. Im Kino fiel Ben Becker erstmals 1991 in dem Reisefilm „Das serbische Mädchen“ als arroganter deutscher Freund der schwangeren serbischen Titelheldin auf. Seinen endgültigen Durchbruch brachte 1995 die Rolle des in einen Mann verliebten Peter in dem Film von Joseph Vilsmaier „Schlafes Bruder“. In der Filmbiografie „Comedian Harmonists“ (1997) verkörperte er den Sänger Robert Biberti. Becker wandte sich unterdessen wieder verstärkt der Bühne zu und inszenierte 1995 sein eigenes Theaterstück „Sid & Nancy“ mit seiner Schwester Meret in der Hauptrolle. Eine seiner herausragenden Theaterrollen war die Hauptrolle in der Dramatisierung von Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ 1999 am Maxim-Gorki-Theater in Berlin. 2006 beeindruckte Becker in der Kinofassung des Monologstücks „Ein ganz gewöhnlicher Jude“.Termine und TicketsDie Veranstaltungen finden am Donnerstag, 28. Jänner im Waltherhaus Bozen und am Freitag, 29. Januar im Kulturhaus Schlanders statt. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Karten sind beim Südtiroler Kulturinstitut und bei Athesia Ticket erhältlich.