Montag, 25. Februar 2019

Männergesangverein Brixen präsentiert das Stadtlerlåchn

Es gehört zu Brixen, wie der Dom mit seinen zwei Türmen: das Brixner Stadtlerlåchn des Männergesangvereins Brixen 1862, das alle zwei Jahre die Lachmuskeln der Zuseher strapaziert. Heuer ist es endlich wieder soweit – extremer, himmlischer und witziger als je zuvor. Am Freitag, 1. März, feierte das Stück Premiere.

Foto: Veranstalter
Foto: Veranstalter

Faschingszeit ist Stadtlerlåchn-Zeit – alle zwei Jahre jedenfalls; denn wenn der Unsinnige Donnerstag naht, ist auch die Faschingsrevue des Männergesangvereins Brixen 1862 nicht weit. Diese ging heuer ab dem 1. März über die Bühne; über jene des Forums, um genau zu sein.

An fünf Abenden stehen bis zu fünfzig Menschen auf der Bühne, die Theater spielen, singen und Witze reißen – und zwar so, dass die Zuseher ordentlich was zum Lachen haben. So wie es an Fasching eben der Fall sein sollte! Die Lachnummern, Szenen, Gags und Songs hat sich der Regisseur, und der in ganz Südtirol bekannte Kabarettist, Lukas Lobis einfallen lassen. Erstmals übernimmt er heuer die Regie. Ihm zur Seite stehen dabei Michael Braun als musikalischer Leiter und Sonja Daum als Choreografin.

Scharf, schärfer, teuflisch!

Ganz im Zeichen von Himmel und Hölle steht die heurige Ausgabe der Faschingsrevue, die den klingenden Namen „Garten Eden 2.0“ trägt. In der Hölle geht es nämlich zu wie zu Sant’Ambrogio auf dem Weihnachtsmarkt. Dem Teufel, gespielt von Christian Meraner, wächst die Situation über den Kopf – er hat Burn-Out. Deshalb klopft der Teufel bei Gott (Enrico De Dominicis) an, der im Himmel in seinem Infinity-Pool derweil eine ruhige Kugel schiebt, und fordert einen Neustart: alles auf Anfang, denn so kann es nicht weitergehen! Der Neustart aber braucht eine würdige Location: Die beiden einigen sich nach langer Diskussion, welches Areal sich denn für das Paradies 2.0 eignen könnte, auf den Hofburggarten in Brixen.

Der Erzengel Michael, gespielt von Joachim Mitterrutzner, wird darum nach Brixen entsandt, um dort die Lage zu checken. Dabei bekommt er gar einiges über Brixen und seine Bürger mit. „Wir haben ein paar scharfe Pfeile im Köcher“, lacht Regisseur Lukas Lobis, und meint damit die Seitenhiebe, die die Schauspieler einigen bekannten Brixner Persönlichkeiten austeilen werden – so wie es sich eben beim Brixner Stadtlerlåchn gehört. Wer Böcke schießt, wird bestraft! Hart für die einen, extrem lustig für die anderen.

Absoluter Pflichttermin

Die Zuseher können jedenfalls schon gespannt sein auf den „Garten Eden 2.0“. Geschrieben wurde das Drehbuch von Lukas Lobis, Peter Schorn, Arno Dejaco und Hartmuth Staffler – sowie vom MGV-Mitglied Martin Ogriseg. Letzterer fungiert heuer auch als Regieassistent. Die Premiere des Stadtlerlåchn geht am Freitag, 1. März, im Forum Brixen über die Bühne. Weitere Aufführungen folgen täglich vom 2. bis zum 5. März. Tickets gibt es im Forum Brixen (www.forum-brixen.com; Tel 0472 275520).

STOL war bei der Premiere on Tour und zeigt die besten Bilder. 

stol