Wie eng Spitzenpolitiker und die Mafia in Rom verstrickt sind, war bei einer groß angelegten Razzia Anfang Dezember ans Licht gekommen. 37 Personen wurden bisher festgenommen, rund 100 werden insgesamt verdächtigt. Bei der Organisation handelt es sich um eine spezielle „Hauptstadtmafia“, die in Rom entstanden sei, und nicht um einen Ableger sizilianischer oder kalabrischer Strukturen.Durchsucht wurde unter anderem das Haus des früheren, rechts-konservativen Bürgermeisters, Gianni Alemanno. Allerdings stehen auch Mitglieder des PD von Premier Matteo Renzi unter Verdacht.Vorgeworfen wird ihnen, ein weitverzweigtes Korruptionsnetz aufgebaut zu haben. Zudem sollen sie öffentliche Gelder beispielsweise für Flüchtlingsheime veruntreut haben.Der amtierende sozialdemokratische Bürgermeister Iganazio Marino steht nicht unter Verdacht. Er äußerte sich am Wochenende optimistisch, dem Treiben der kriminellen Organisation ein Ende setzten zu können. „Rom ist keine mafiöse Stadt“, betonte er. „Ich glaube, dass der Wandel im Gange ist und die Unterstützung der Staatsanwaltschaft mit ihrer Untersuchung wird uns bei unseren Säuberungsarbeiten helfen“.apa