Samstag, 15. Februar 2020

Mailänder Modewoche startet am Dienstag

Die Modewelt blickt nach Mailand. Am Dienstag fällt in der lombardischen Metropole der Startschuss zu den Defilees der „Milano Moda Donna“. Die glamouröse Modewoche wird diesmal überschattet von den Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie.

Die Top-Riege der italienischen Mode mit Giorgio Armani, Versace, Prada und Gucci wird sich in Mailand präsentieren.
Die Top-Riege der italienischen Mode mit Giorgio Armani, Versace, Prada und Gucci wird sich in Mailand präsentieren. - Foto: © APA/afp / STEPHANE DE SAKUTIN
Wegen Covid-19 und seiner weitreichenden Folgen mussten chinesische Einkäufer, Journalisten und Designer ihre Beteiligung absagen.
Gezeigt werden in Mailand bis 24. Februar die Damenkollektionen für die nächste Saison Herbst/Winter 2020/21.

Mailand ist nach New York und London die dritte Station auf dem Modemarathon durch die wichtigsten Trendmetropolen der Welt. 56 große Shows und insgesamt 188 Events stehen im offiziellen Veranstaltungskalender.

Präsentieren wird sich hier die Top-Riege der italienischen Mode etwa mit Giorgio Armani, Versace, Prada und Gucci. Zu den nur wenigen ausländischen Vertretern zählt der in Mailand lebende Österreicher Arthur Arbesser, der am Mittwochnachmittag seine Kollektion vorstellt.

Italiens Modekammer will alle Schauen im Internet live übertragen, um chinesischen Einkäufern und Journalisten zu ermöglichen, die Entwürfe auf den Laufstegen zu sehen. Per Streaming sollen chinesische Modespezialisten und Journalisten auch Interviews mit den namhaftesten Nobelschneidern verfolgen können.

Schwere Rückschläge?

Die italienische Mode- und Textilindustrie befürchtet schwere Rückschläge wegen der Coronavirus-Epidemie. Die Branche mit einem Jahresumsatz von 90 Milliarden Euro rechnet im ersten Quartal 2020 mit einem 1,8-prozentigen Rückgang, berichtete der Präsident der italienischen Modekammer, Carlo Capasa.

„Wir hatten mit einem Umsatzwachstum von 3 Prozent gerechnet, doch die Coronavirus-Epidemie wird die Quartalsergebnisse schwer belasten“, sagte Capasa. China zählt zu den wichtigsten Märkten für die italienische Modebranche.

Die Coronavirus-Epidemie droht nicht nur die Mailänder Modebranche zu belasten. Bei der vom 21. bis zum 26. April in der lombardischen Metropole geplanten Möbelmesse, der größten der Welt, wird erwartet, dass 30.000 chinesische Besucher ausfallen werden.

apa

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