Donnerstag, 09. April 2015

Mailand: Attentäter kam mit gefälschtem Ausweis ins Gericht

Der Racheakt des insolventen Unternehmers Claudio Giardello, der am Donnerstag im Mailänder Justizpalast drei Personen, darunter einen Richter und einen Anwalt, erschossen hat, löst vehemente Diskussionen über die Sicherheit in den Gerichtsgebäuden aus.

Foto: © LaPresse

Geklärt werden soll vor allem, wie der 57-Jährige mit seiner Waffe in das Gebäude, dessen Haupteingänge mit Metalldetektoren kontrolliert werden, gelangen konnte. Der Justizpalast steht im historischen Zentrum von Mailand, nur wenige Straßen vom Dom entfernt.

„Wir müssen klären, ob es Sicherheitsmängel im Justizpalast gegeben hat. Alle Metalldetektoren funktionierten“, betonte Justizminister Andrea Orlando bei einer Pressekonferenz in Mailand.

Der Mailänder Oberstaatsanwalt Edmondo Bruti Liberati erklärte, der Täter habe den Justizpalast über einen Seiteneingang mit einem gefälschten Ausweis betreten. „Giardello hat sein Vorgehen genau geplant“, betonten die Ermittler.

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stol