Wie es dazu kam und welchen Herausforderungen sich der Obmann und Initiator des Projektes Philipp Lerchegger stellen musste, erzählt er s+.<BR /><BR />„Es ist eine Geschichte, die erzählt werden soll, die Geschichte seiner Lebensweise und wie er die Liebe an die Menschen gebracht hat“ – die Geschichte des Gadertaler heiligen Freinademetz. So erklärt Philipp Lerchegger, Obmann der Musikkapelle Abtei das Mammutvorhaben, das er ins Leben gerufen hat. <BR /><BR />Doch gehen wir zurück in der Zeit. Zurück vor den Ausbruch der Coronapandemie in den Jänner 2020, als dem Obmann ein Video von einem in China produzierten Theater über das Leben des Heiligen Freinademetz in die Hände kam. Es zeigt das Leben des gebürtigen Gadertalers in China – von Südtirol oder dem Gadertal ist darin keine Rede. „Das Geburtshaus des Heiligen befindet sich bekanntermaßen in Oies“, sagt Lerchegger und betont, dass sein Wirken und sein Leben selbst im Gadertal zu wenig bekannt seien. „Der Heilige wird unterschätzt. Er ist jemand, von dem man viel lernen kann“, sagt Lerchegger. Besondere Berühmtheit erreichte der Heilige durch sein Wirken in China. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="757442_image" /></div> <BR />Ausgehend von dem Video entstand im März die Idee, selbst ein Projekt auf die Beine zu stellen. „Wir haben bereits in der Vergangenheit besondere Projekte verwirklicht“, sagt Lerchegger und ergänzt, „also haben wir gesagt, riskieren wir es“. Und so war das Projekt „Musiktheater“ geboren. „Alleine konnten und wollten wir es als Musikkapelle aber nicht machen“, sagt der Obmann. Mit dem Jugenddienst Gadertal und seinem Leiter Valentin Erlacher fand Lerchegger einen guten Partner, der bereits Erfahrung mit Musicals hatte, um das Projekt in die Tat umzusetzen. „Wir wollten auch andere Vereine des Gadertales mit einbeziehen“, sagt Lerchegger und fand begeisterte Zustimmung aus dem ganzen Tal. <BR /><BR /><embed id="dtext86-53797505_quote" /><BR /><BR />Die künstlerische Leitung des Musiktheaters liegt gänzlich in den Händen von Leuten aus dem Gadertal, sagt Lerchegger. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Carlo Suani aus Al Plan/St.Vigil und wurde aus Briefen und Berichten der Zeitgenossen des Heiligen verfasst. Die Musik wurde vom Komponisten Antonio Rossi aus Anpez/Cortina d'Ampezzo verfasst, die Regie übernahm Valentina Kastlunger und Bernadetta Nagler aus La Val/Wengen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="757445_image" /></div> <BR />So verstrichen gut 2 Jahre bis heuer im Jänner mit den Teilproben begonnen werden konnte. „Am Freitag vergangener Wochen fand die erste Vollprobe der Musikkapelle Abtei statt“, sagt Lerchegger, der gemeinsam mit Obfrau Stephanie Burchia die Spitze der Musikkapelle bildet. <BR /><BR /><embed id="dtext86-53797506_gallery" /><BR /><BR />Bis heute sind somit 70 Musikanten der Musikkapelle Abtei sowie rund 55 Personen zwischen 7 und 70 Jahren am Projekt beteiligt. Sie sind aktiv als Schauspieler, Sänger, Musiker sowie als Mitarbeiter hinter den Kulissen. Und alle freuen sich bereits auf die 5 Freilichtaufführungen im Juli in Oies, natürlich beim Geburtshaus des Heilligen. <h3> Stück in drei Akten</h3>„Für das Stück ist bewusst die ladinische Sprache gewählt“, sagt Philipp Lerchegger. In einem Begleitheft wird in deutsch, italienisch und englisch übersetzt. Geplant sind außerdem 10-minütige Audioerklärungen in Deutsch, Italienisch und Englisch zum Stück und dem Heiligen. Das Stück selbst besteht aus 3 Akten: Von der Geburt des Heiligen in Öjes bis zum Schulbeginn im Brixner Vinzentinum; die Reise von Brixen nach China; sein Leben in China bis zu seinem Tod. <h3> Der Heilige Ujöp Freinademetz</h3>Ujöp Freinademetz wurde 1852 in dem kleinen Weiler Oies im Gadertal geboren. Nach seinem Studium im Brixner Priesterseminar und in Steyl ging im März 1879 sein Traum in die Mission zu gehen, in Erfüllung und er reiste nach China. Dort blieb er bis zu seinem Tod 1908.<BR /><BR /><BR />Weitere Informationenwww.musicaloies.it<BR /><BR /><BR />