Donnerstag, 25. Mai 2017

Manchester- Attentäter: Ist Rache das Motiv?

Der libysch-stämmige Selbstmordattentäter von Manchester soll nach Angaben aus seinem Umfeld von „Rache“ angetrieben worden sein.

Der libysch-stämmige Selbstmordattentäter von Manchester soll nach Angaben aus seinem Umfeld von „Rache“ angetrieben worden sein.
Der libysch-stämmige Selbstmordattentäter von Manchester soll nach Angaben aus seinem Umfeld von „Rache“ angetrieben worden sein. - Foto: © LaPresse

Das Rachemotiv gehe auf die Ermordung eines ebenfalls libyschstämmigen Freundes durch britische Jugendliche im vergangenen Jahr in Manchester zurück, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus dem Umfeld der Familie des Attentäters.

Abedis Freund wurde ermordet

Abdul Wahab Hafidah, ein Freund des 22-jährigen Attentäters Salman Abedi, war britischen Medienberichten zufolge im Mai 2016 in Manchester von britischen Jugendlichen verfolgt und schließlich erstochen worden. 

Die mutmaßlichen Mörder stehen derzeit vor Gericht. Wie aus Abedis Umfeld verlautete, löste die Tat Wut unter jungen Libyern in Manchester und insbesondere bei Salman Abedi aus.

„Er äußerte ganz deutlich seinen Wunsch nach Rache“, sagte die Quelle, die anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur AFP.

„Wir konnten die jungen Leute in der Gegend beruhigen, die das Gefühl hatten, sie seien als Muslime angegriffen worden“, sagte die Quelle. „Aber es schien so, als hätte Salman den Vorfall nicht vergessen. Ich habe persönlich mit ihm gesprochen und versucht, ihm klarzumachen, dass es nur eine Straftat war.“

apa/afp

stol