Mittwoch, 07. Februar 2018

Manipulierte Prozesse: 15 Festnahmen in Italien

15 Personen, darunter ein Ex-Richter, Staatsanwälte und Verteidiger sind wegen des Vorwurfs festgenommen worden, Prozesse manipuliert zu haben. Davon soll unter anderem der italienische Energiekonzern ENI profitiert haben, verlautete aus Ermittlerkreisen.

15 Personen, darunter ein Ex-Richter, Staatsanwälte und Verteidiger sind wegen des Vorwurfs festgenommen worden.
15 Personen, darunter ein Ex-Richter, Staatsanwälte und Verteidiger sind wegen des Vorwurfs festgenommen worden. - Foto: © shutterstock

Die aufsehenerregende Untersuchung kreist um einen Rechtsanwalt von ENI, der zu den Festgenommenen zählt. Laut Ermittlern soll der ehemalige Präsident einer Abteilung des Staatsrates Urteile zugunsten von Kunden des inhaftierten Anwalts manipuliert und dafür Geld kassiert haben.

Im Zug der Ermittlungen wurden einige ENI-Büros durchsucht. Dies wurde vom Ölkonzern in einer Presseaussendung bestätigt. ENI und Shell müssen sich am 5. März vor einem Mailänder Gericht wegen des Vorwurfs verantworten, Schmiergelder in Zusammenhang mit einem Vertrag in Nigeria gezahlt zu haben. Die Staatsanwälte gehen von der Zahlung von Schmiergeldern an die nigerianische Regierung in Höhe von 1,1 Milliarden Euro für die Vergabe einer Offshore-Konzession 2011 aus.

apa

stol