Montag, 14. August 2017

Marawi: 40 bis 50 Geiseln in der Gewalt des IS

Rund 3 Monate nach der Erstürmung der philippinischen Stadt Marawi durch islamistische Extremisten kämpfen Regierungstruppen auf den Philippinen weiter gegen die Verbündeten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Regierungstruppen kämpfen weiter gegen die Terrormiliz Islamischer Staat.
Regierungstruppen kämpfen weiter gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. - Foto: © APA/AFP

Die etwa 20 bis 40 Islamisten in der umkämpften Stadt im Süden des Inselstaates hätten 40 bis 50 Geiseln in ihrer Gewalt, sagte Militärsprecher Restituto Padilla am Montag.

Unter den Geiseln seien auch ein katholischer Priester und Kinder. Außerdem verfügten die Kämpfer über genügend Waffen und Munition, um weiterhin großen Schaden anzurichten, so Padilla. Die Gefangenen würden dazu gezwungen, Kugeln zu sammeln oder bei der Herstellung von Bomben zu helfen.

Geiseln als Selbstmordattentäter

4 entkommene Geiseln hatten den Behörden am Wochenende gesagt, dass die Islamisten planten, Gefangene als Selbstmordattentäter einzusetzen, wie Präsidentensprecher Ernesto Abella sagte.

Bei den Kämpfen um Marawi sind bisher 775 Menschen getötet worden, darunter 128 Regierungssoldaten und 562 Islamisten. 45 Zivilisten wurden von den Aufständischen hingerichtet, weitere 40 vertriebene Einwohner starben an Krankheiten.

Auslöser für den Sturm der Islamisten auf Marawi war der Versuch von Regierungstruppen am 23. Mai, einen örtlichen IS-Chef zu verhaften.

apa/dpa

stol