Donnerstag, 23. Mai 2019

Mariensäule erneut gesegnet

Am 8. Dezember 1909, dem Festtag der Unbefleckten Empfängnis, wurde die Mariensäule, die heute am Marienplatz steht, feierlich gesegnet. Im Mai 2019 anlässlich des 110. Jahrestages ihres Bestehens, wird sie im Rahmen eines kleinen Festaktes neuerlich gesegnet.

Die Mariensäule.
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Die Mariensäule.

Das Denkmal mit der Muttergottes wurde vom Bildhauer Andre Kompatscher geschaffen. Das Projekt geht aber auf das Jahr 1889 zurück, als einige Bozner Bürger ein Komitee gründeten, um Geld für die Errichtung eines Muttergottesdenkmals zu sammeln.

Über den Standort wurde jahrelang heftig debattiert, auch innerhalb der Gemeindeverwaltung, und viele Vorschläge wurden immer wieder verworfen. Das Bürgerkomitee favorisierte als Standort den Dreifaltigkeitsplatz (heute Rathausplatz, dessen Name auf die Dreifaltigkeitskirche zurückgeht, die hier einmal gestanden hatte), der durch den damaligen Bau des Bozner Rathauses veredelt wurde. Es wurde dann aber letzten Endes beschlossen, die Mariensäule an ihrem heutigen Standort aufzustellen.

Der Anlass für die Errichtung dieses Denkmals war die Erinnerung an die Opfer der Choleraepidemie, die 1836 Bozen heimsuchte. Laut der Inschrift im Sockel erkrankten 1911 Menschen an der sog. "asiatischen Cholera" und 216 starben. Die Überlebenden gelobten, als Dank ein Denkmal für die Gottesmutter zu errichten. Nach den umfangreichen Restaurierungsarbeiten erstrahlt die Mariensäule heute wieder in ihrem alten Glanz.

stol