Samstag, 01. Oktober 2016

Mauerschau. Bauwerk und Denkmal Schloss Tirol

Große Sonderausstellung im Südtiroler Landesmuseum Schloss Tirol

Alfons Mayr, Ansicht des Oberschlosses nach der Wiederherstellung, 1913, Innsbruck – Tiroler Landesarchiv
Alfons Mayr, Ansicht des Oberschlosses nach der Wiederherstellung, 1913, Innsbruck – Tiroler Landesarchiv

Von 16. Juli bis 4. Dezember 2016 wird erstmals wieder nach der großen Tiroler Landesausstellung von 1995 das gesamte Schloss zum Austragungsort einer Ausstellung mit dem spannenden Titel „Mauerschau. Bauwerk & Denkmal Schloss Tirol“ – passend zur 200sten Wiederkehr der Schenkung Schloss Tirols an Kaiser Franz I. und der ersten Bauaufnahme von Jakob Ulrich Pirchstaller.  

Schloss Tirol, namengebende Ikone und Symbolburg des Landes Tirol, ist Zeit seines Bestehens auch eine Baustelle. Wer hier residierte, wollte die Burg mitgestalten und hat das Bauwerk neu interpretiert. Und so verbirgt sich hinter jedem Handgriff seit der Grundsteinlegung, hinter jedem Um- und Ausbau, hinter jeder Bauphase eine Geschichte, die es zu entschlüsseln gilt. Die Ausstellung macht die Burg selbst zum Objekt. Der inhaltliche Bogen reicht von den Anfängen der Burg bis in die Gegenwart. Der darauf geworfene neue Blick ist das Ergebnis jahrzehntelanger Forschung.

Dieser „neue Blick“ wird auch durch den geänderten Parcours verstärkt. So beginnen die BesucherInnen ihre Forschungsreise zunächst im Wirtschaftstrakt, wo sie Zeugen der Wiederentdeckung des Bauwerks werden und auch Einblick in die Arbeit der Bauforschung gewinnen, während im Mushauskeller Funde, die bei Grabungsarbeiten zum Vorschein kamen und spezielle Mauertechniken präsentiert werden.

Der Ostpalas ist ganz den Bauherren und Bauphasen gewidmet. Die Turris Parva hingegen ist mit ihren Zwischenbodenfunden ein Geheimnisträger der besonderen Art. In der Kapelle stehen Wandmalereien, Ausstattung aus der Zeit um 1330 und die Nachbildung des Altars von Schloss Tirol (heute in Innsbruck) im Zentrum. Die Bauplastik an den beiden romanischen Portale kann technologisch wie inhaltlich neu entdeckt werden. Die Krypta birgt den Nachweis verschiedener Baualtersstufen und der Tempel gibt Einblick in die Vorgeschichte.

 

Weitere Informationen unter:

www.schlosstirol.it

[email protected]

Tel: 0473220221

stol