Montag, 04. April 2016

Mehr als 20 Jihadisten bei Luftangriffen in Syrien getötet

Bei Luftangriffen im Nordosten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten mehr als 20 Jihadisten getötet worden. Unter ihnen sei auch der Sprecher der mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündeten Al-Nusra-Front, berichtete am Sonntag die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Foto: © APA/AFP

Abu Firas al-Suri habe sich in der Provinz Idlib gerade mit anderen hochrangigen Jihadisten getroffen, als sie aus der Luft angegriffen wurden.

Suri sei ebenso wie sein Sohn getötet worden, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, der Nachrichtenagentur AFP. Die Angaben der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle, die sich auf ein dichtes Netz von Informanten in Syrien stützt, sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

Auch weitere Stützpunkte von Al-Nusra und anderen Islamisten seien unter Beschuss genommen worden, hieß es. Insgesamt seien mehr als 20 Jihadisten getötet worden.

Nach Angaben von Rahman blieb zunächst unklar, ob die Luftangriffe von der syrischen Armee oder von Russland geflogen wurden. Russland unterstützt bei den Kämpfen in Syrien Machthaber Bashar al-Assad.

Seit Ende Februar ist in Syrien eigentlich eine Waffenruhe in Kraft, die trotz Verstößen im Großen und Ganzen eingehalten wird. Die Waffenruhe gilt allerdings nicht für die Gebiete, die von der Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) und der Al-Nusra-Front kontrolliert werden. Diese entsprechen in etwa der Hälfte des syrischen Staatsgebiets.

apa/afp

stol