Donnerstag, 31. März 2016

Mehr als ein klassisches Eisstadion

Eine Multifunktionsanlage wird sie werden, die neue Eissportanlage in der Schulzone von Bruneck, mit geplantem Baubeginn im Herbst 2017.

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„Bei der Weiterentwicklung des im Mai 2015 gekürten Siegerprojektes der Bozner Architekten Calderan Zanovello wurde in erster Linie die Mehrfachnutzung der Anlage immer im Auge behalten“, so Bürgermeister Roland Griessmair bei der Vorstellung des Vorprojektes am 30. März.

Eissport in allen Facetten, Schulsport und Veranstaltungshalle, diese drei Erfordernisse galt es bei der akribischen Planung durch die Projektgruppe zu erfüllen und dabei im Kostenrahmen der veranschlagten 15 Millionen Euro zu bleiben.

Kein einfaches Unterfangen – entsprechend groß war der Aufwand für die Mitglieder der Projektgruppe, denen Bürgermeister Roland Griessmair für ihren Einsatz dankte, allen voran Ivo Pezzei als Nutzervertreter und Ing. Hannes Oberhammer. Die Projektgruppe hat an die zwanzig Eissportanlagen besichtigt und auf ihre Funktionalität durchleuchtet, um für Bruneck die bestmögliche Lösung zu finden.

Das Vorprojekt ist mit einigen Auflagen von der Baukommission genehmigt worden, im Mai wird es dem Gemeinderat zur Genehmigung vorgelegt. Was die Finanzierung betrifft, so werde in den kommenden Wochen noch die Klärung einiger technischer Details mit der Landesverwaltung anstehen, informiert der Bürgermeister. Die Eigenmittel der Gemeinde von 2 Millionen Euro sind im Haushalt vorgesehen. Weitere 2,5 Millionen Euro erwarte man sich aus dem Grundverkauf beim alten Eisstadion. 
Die Architekten erläuterten die technischen Details der Anlage, die sich durch ein einfaches Zugangskonzept über eine Rampe auszeichnet und sich durch ein unterirdisches Geschoss platzsparend in die Landschaft einfügt.

Das Aushubmaterial für das Untergeschoss könne für die Errichtung der Rampe verwendet werden, so die Planer. Die Anlage umfasst 120 Räume, darunter auch einen Lagerraum für einen Boden, der über die Eisfläche gelegt werden kann. Somit ist die Anlage auch als Event- und Konzerthalle nutzbar, zumal sie ja die größte Halle Pustertals werden wird. Entsprechend der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten wurden auch Fluchtwege und Erschließungswege geplant. Bei Umkleiden und Nasszellen wurde die Möglichkeit eines seriellen Bauens und somit einer beträchtlichen Kostenersparnis berücksichtigt. 
„Verläuft alles planmäßig, so kann die Eissportanlage im Sommer 2019 eröffnet werden“, so Bürgermeister Griessmair abschließend.

stol