Dienstag, 13. September 2016

Mehr Flexibilität beim Rentenantrittsalter

Die Pläne der Regierung Renzi zur Reform des Pensionswesens nehmen konkrete Formen an. Ab 2017 sollen Arbeitnehmer mit 63 Jahren in den Ruhestand treten können, 3 Jahre und 7 Monate früher als von dem seit 2012 geltenden Pensionsgesetz vorgesehen.

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Die Testphase für dieses flexiblere System soll 2 Jahre dauern, einigte sich am Montag die Regierung mit den Gewerkschaften.

Mit der stärkeren Flexibilität bei der Pensionierung, die in dem Stabilitätsgesetz 2017 verankert werden soll, würden jedoch niedrigere Pensionsbezüge von 3 bzw. 4 Prozent für jedes früher in den Ruhestand getretene Jahr verbunden werden.

Von dieser Maßnahme werden vor allem Arbeitnehmer der Jahrgänge 1951 bis 1953 profitieren, die von der „Fornero-Reform“ benachteiligt worden sind.

Die Gewerkschaften erklärten sich am Montag zuversichtlich, dass es zu einer definitiven Einigung mit der Regierung über die Flexibilität beim Rentenantrittsalter kommen werde. „Die Basis für ein Abkommen mit der Regierung ist vorhanden. So können wir endlich den Arbeitnehmern konkrete Antworten geben, die in den Ruhestand treten wollen“, kommentierte der Sprecher des Gewerkschaftsverbands CISL, Gigi Bonfanti.

Im Rahmen des Stabilitätsgesetzes will die Regierung bis zu 2 Milliarden Euro für die Pensionen zur Verfügung stellen. Damit soll auch eine Erhöhung der Mindestrenten finanziert werden. Renzi prüft Wege zur Erhöhung der Mindestrente, die zurzeit 501,8 Euro beträgt.

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stol