Montag, 07. März 2016

Mehr Milliarden: Die Türkei will doppelt so viel Geld

Beim EU-Sondergipfel in Brüssel zwischen der EU und der Türkei wird laut Diplomaten über zusätzliche drei Milliarden Euro bis Ende 2018 für Ankara zur Unterstützung von Flüchtlingen diskutiert.

Der türkische Premierminister Ahmet Davutoglu (Mitte) steht beim EU-Sondergipfel in Brüssel im Mittelpunkt; links im Bild der österreichische Kanzler Werner Faymann, ganz rechts die deutsche Kanzlerin Angela Merkel.
Der türkische Premierminister Ahmet Davutoglu (Mitte) steht beim EU-Sondergipfel in Brüssel im Mittelpunkt; links im Bild der österreichische Kanzler Werner Faymann, ganz rechts die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. - Foto: © APA/AFP

Wie es in Ratskreisen hieß, soll das Geld zusätzlich zu den für zwei Jahren vorgesehenen und im Herbst beschlossenen drei Milliarden Euro fließen.

Entgegen ursprünglich kolportierten Summen von weiteren 15 Milliarden Euro, welche die Türkei gefordert habe, sei beim Gipfel nur über weitere drei Milliarden Euro geredet worden, hieß es in Ratskreisen. Das zusätzliche Geld soll wieder zweckgewidmet für die Flüchtlinge sein und nicht direkt an die Türkei überwiesen werden.

Ob der EU-Sondergipfel auf die neuen türkischen Forderungen ein geht, war am Nachmittag offen. Die EU-Staats- und Regierungschefs sollen am Abend gegen 19.00 Uhr erneut mit dem türkischen Premierminister Ahmet Davutoglu zusammenkommen, um über den Entwurf zu beraten. Der Gipfelentwurf werde derzeit „intensiv diskutiert“, hieß es in diplomatischen Kreisen.

apa

stol