Montag, 16. Oktober 2017

Mehrere Rohingya-Flüchtlingen nach Bootsunglück ertrunken

Bei einem erneuten Bootsunglück auf dem Grenzfluss Naf zwischen Myanmar und Bangladesch sind mindestens acht Rohingya-Flüchtlinge ertrunken.

Ein Flüchtlingsboot kenterte auf dem Grenzfluss zwischen Myanmar und Bangladesch. - Foto: APA /AFP
Ein Flüchtlingsboot kenterte auf dem Grenzfluss zwischen Myanmar und Bangladesch. - Foto: APA /AFP

Das Boot hatte mehr als 60 Passagiere an Bord, als es am frühen Montagmorgen kenterte, wie die Polizei an der südlichen Spitze Bangladeschs mitteilte. 21 Menschen konnten gerettet werden.

Die Leichen von vier Kindern und vier Frauen wurden geborgen. Die übrigen Passagiere galten als vermisst. In den vergangenen Wochen waren bereits rund 180 Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya beim Versuch, den Naf nach Bangladesch zu überqueren, ums Leben gekommen.

Immer wieder kentern überfüllte Boote bei stürmischem Monsunwetter. Seit Ende August flohen nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mehr als 535.000 Menschen Rohingya vor Gewalt durch Myanmars Militär ins Nachbarland.

apa

stol