Voraussetzung für die aus politischen Gründen vorübergehend gekürzte Aufstockung der Hilfe wären „Schritte, die einen demokratischen Übergang unterstützen“, erklärte die Organisation am Freitag. Davon könne aber nach der Inhaftierung von mehr als 16.000 Menschen und der Tötung von über 1000 Demonstranten seit der Machtübernahme des Militärs im Juli 2013 keine Rede sein.HRW wies unter anderem auf das Verfahren gegen drei Mitarbeiter des Fernsehsenders Al-Dschasira International hin sowie auf die 529 Todesurteile, die ein Richter in einem Massenprozess gegen mutmaßliche Mitglieder der Muslimbruderschaft verhängt hatte.In einem Brief an Außenminister John Kerry schrieb HRW, die ägyptische Führung müsse den Einsatz von scharfer Munition gegen Demonstranten beenden und alle Häftlinge freilassen, „die nur festgehalten werden, weil sie ihr Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit wahrgenommen haben“.dpa