Dienstag, 07. April 2015

Menschenrechtsgericht verurteilt Italien wegen Folter

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat Italien wegen Folter in Zusammenhang mit dem G-8-Gipfel von Genua im Juli 2001 verurteilt.

Foto: © LaPresse

Dabei geht es um Misshandlungen eines damals 61-jährigen Demonstranten durch die Polizei, der mit 45.000 Euro entschädigt wurde.

Italien wurde vom Gerichtshof in Straßburg außerdem verurteilt, weil es kein Gesetz zur Bestrafung von Folter erlassen habe, berichteten italienische Medien.

Brutal misshandelt

Der italienische Aktivist war bei Schlägereien in der als Herberge für Demonstranten dienenden Schule „Diaz“ in Genua misshandelt worden. Demonstranten waren damals von Polizisten schwer verprügelt worden.

Wegen des brutalen Verhaltens der Ordnungshüter waren 2012 insgesamt 25 Polizisten rechtskräftig zu Strafen bis zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Der Prozess war einer von mehreren wegen der Gewalt rund um den G-8-Gipfel.

apa/dpa

stol