„Wir sind uns einig: Es gibt keine Notwendigkeit, den Stabilitätspakt zu verändern“, sagte Merkel, die am Mittwoch vor der Kabinettssitzung mit Gabriel gesprochen hatte.Vizekanzler Gabriel hatte Anfang der Woche bei einem Frankreich-Besuch erklärt, dass Krisenstaaten für Reformen mehr Zeit beim Defizitabbau bekommen könnten. Dies war in der Union und in Südeuropa als Aufruf zur Verwässerung des EU-Paktes interpretiert worden, was Gabriel bestreitet.Die hoch verschuldeten Euro-Schwergewichte Frankreich und Italien wollen bei ihrem Reformkurs mehr Luft und außerdem öffentliche Investitionen für mehr Wachstum aus der Defizitberechnung heraushalten.Merkels Krisenrezept geht auf - Siehe Portugal und GriechenlandIn der Union wird vermutet, Sozialdemokrat Gabriel wolle im Verbund mit seinen Parteifreunden François Hollande in Paris und Matteo Renzi in Rom den EU-Sanierungskurs aufweichen. Die Krisenstaaten hatten deswegen wiederholt eine Neuverhandlung des Stabilitätspaktes gefordert. Länder wie Portugal oder Griechenland scheinen sich aber gerade durch den Reformkurs von EZB, IWF und EU, den Merkel ausdrücklich unterstützt, schneller zu erholen als erwartet.dpa