<b>Wie kam es dazu, dass Sie mit 19 Jahren Mesner wurden?</b><BR />Damian Goller: Ich war Ministrant und das hat mir sehr gefallen. Nach der Matura, also heuer im Sommer, habe ich gehört, dass sie in St. Ulrich einen neuen Mesner suchen, weil der „alte“ in Pension geht. Und da dachte ich mir: „Das könnte mir gefallen“. <BR /><BR /><b>Seit 1. September sind Sie nun Mesner. Was gefällt Ihnen an der Arbeit?</b><BR />Goller: Mir gefällt es, Zeit in der Kirche zu verbringen. Es gibt dort diese gewisse Atmosphäre. Es ist ruhig und es gibt keinen Stress. Auch die Leute, mit denen man arbeitet, sind freundlich.<BR /><BR /><b>Welche Verpflichtungen hat ein Mesner?</b><BR />Goller: Ich muss schauen, dass in der Kirche alles in Ordnung ist: Wenn es schmutzig ist, putze ich, wenn etwas kaputt ist, tausche ich es aus. Zudem helfe ich den Ministranten. Bei Prozessionen kümmere ich mich auch um die Logistik. Man kann sagen, dass ich der Hausmeister der Kirche bin.<BR /><BR /><b>Hat Sie jemand eingelernt?</b><BR />Goller: Bevor der „alte“ Mesner in Pension ging, hat er mir noch die wichtigsten Sachen beigebracht. In der kurzen Zeit konnte er mir aber nicht alle Aufgaben zeigen. Ich muss deswegen oft selbst zurechtkommen. Freundlicherweise kann ich ihn aber jederzeit anrufen, wenn ich Hilfe brauche. <BR /><BR /><b>Sprechen Sie Leute wegen Ihres jungen Alters an? Bedanken sich Menschen gar bei Ihnen?</b><BR />Goller: Es gibt tatsächlich viele Menschen, die mich ansprechen. Es freut sie, dass ein junger Mann wie ich sich noch für die Kirche einsetzt. Gleichaltrige sieht man sonst kaum in der Kirche – nicht einmal zu Weihnachten. Ich glaube, es gefällt den Leuten, einen jungen Mesner zu haben.<BR /><BR /><b>Sie wollen deswegen Mesner bleiben.</b><BR />Goller: Ich habe mir vorgenommen, zunächst ein Jahr als Mesner zu arbeiten. Danach werde ich entscheiden, ob ich den Job weitermache oder studieren gehe. Eigentlich wollte ich immer Medizin studieren.