Das im Jahr 2007 eröffnete kleine Museum zeigte eine Fülle an wertvollen sakralen Gegenständen und erzählt die bewegte Geschichte der Bozner Dompfarrei.<BR /><BR />„In unserer Domschatzkammer sind derzeit 2 besondere Ausstellungen zu bewundern. Einmal sind es die Gewänder des im Jahr 2020 verstorbenen Altdekans Johannes Noisternigg, die er bereits als Bub getragen hatte, zum anderen handelt es sich eine überaus interessante Passions- und Osterkrippe aus der Kampenner Kirche, die wir vor mehreren Jahren erhalten haben“, berichtet Werner Wallnöfer, der Obmann der Domschatzkammer, die im Erdgeschoss des Propsteigebäudes untergebracht ist.<BR /><BR />Wallnöfer weist darauf hin, dass manche der Ausstellungsgegenstände insofern ungewöhnlich sind, als sie auch liturgische Kleidung in Knabengröße enthalten, die Noisternigg als 12-Jähriger bereits getragen hatte. „Er war damals schon vom Priestertum so begeistert, dass ihm seine Mutter mehrere liturgische Kleidungsstücke anfertigen musste, die er dann auch mit großer Freude getragen hatte. Ihm schwebte ein bedeutender priesterlicher Werdegang vor, und diesen Weg hat Johannes Noisternigg konsequent eingeschlagen.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="868985_image" /></div> <BR /><BR /> Zu sehen ist unter anderem ein Portrait des Dekans, ausgeführt vom Künstler Gotthard Bonell, weiters ein Lavabo mit Glöckchen, eine spätgotische und teilweise vergoldete Turmmonstranz aus dem späten 15. Jahrhundert und natürlich auch verschiedene liturgische Kleider.<BR /><BR />Der in Meran im Jahr 1935 Geborene wurde schon mit 25 Jahren zum Priester geweiht, später wurde er Dekan in Terlan und 1989 Dekan in Bozen. Noisternigg war eine der treibenden Kräfte, die zur Verwirklichung der Domschatzkammer beigetragen hatten. Eröffnet im Jahr 2007, birgt sie eine Fülle an wertvollen sakralen Gegenständen, erzählt den Werdegang der Dompfarre Bozen, mit beispielsweise einem Ablassbrief von 1340 mit 11 Wachssiegeln und vielen weiteren wertvollen Stücken.<h3> Einmalige Passions- und Osterkrippe</h3>Eine große Vitrine ist der Passions- oder Osterkrippe gewidmet. Sie erzählt in mehreren holzgeschnitzten Bildern den Weg Jesu Christi vom Ölberg bis hin zur Kreuzigung und Abnahme des Leichnams. „Diese wunderschöne Krippe stammt aus der Filialkirche heilige Familie in Kampenn und sie wurde uns auf unsere Anfrage hin für die Domschatzkammer überlassen. Geschaffen wurden die Figuren vom Künstler Georg Mayr dem Jüngeren um 1720. In die Kampenner Kirche gelangte sie allerdings erst später, da diese erst 1775 erbaut worden ist“, erklärt Wallnöfer. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="868988_image" /></div> <BR /><BR />Der Obmann erwähnt auch, dass manche der ausgestellten Gemälde und liturgischen Gegenstände heute noch bei bedeutenden kirchlichen Feiertagen im Dom wie auch bei Prozessionen verwendet werden. <BR />Für Wallnöfer und die Domschatzkammer ist es wichtig, dass viele<BR /><BR /> ehrenamtliche Mitarbeiter – es sind rund 30 Personen – sich als Aufsicht und für Führungen zur Verfügung stehen. Genau so „danke ich allen Unterstützern, vor allem auch der Stiftung Sparkasse, die uns immer wieder wohlwollend unter die Arme greifen.“ <BR />