Samstag, 18. Februar 2017

Mexikaner bilden „menschliche Mauer“ gegen Trumps Abschottungspolitik

Die Abschottungspolitik von US-Präsident Donald Trump stößt weiterhin international auf Kritik. In der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juarez bildeten am Freitag (Ortszeit) tausende Menschen eine „menschliche Mauer“, um gegen Trumps Pläne für eine Grenzmauer zu protestieren. Die karibischen Staaten zeigten sich bei ihrem Gipfel besorgt über Trumps Einwanderungspolitik.

Viele der Protestteilnehmer hielten Blumen in den Händen.
Viele der Protestteilnehmer hielten Blumen in den Händen. - Foto: © APA/AFP

Der US-Präsident kritisierte unterdessen „schlimmen Betrug“ anderer Länder in den Wirtschaftsbeziehungen zu den USA.

Die Demonstranten in Ciudad Juarez bildeten eine etwa eineinhalb Kilometer lange Menschenkette. Viele Teilnehmer hielten Blumen in den Händen. Zu der Protestaktion in Form einer „menschlichen Mauer“ hatten die örtlichen Behörden und mexikanische Organisationen aufgerufen.

Absage an Trumps "Politik und Rassismus"

„Hier hast Du Deine Mauer“, rief der 15-jährige Schüler Christian Ramirez an den US-Präsidenten gewandt. Die 31-jährige Studentin Ana Carolina Solis sagte: „Die Mauer ist eine der schlimmsten Ideen, sie wird nichts fernhalten, weder Drogen noch Migranten.“ Der 34-jährige Sozialarbeiter Leo Alvarez bezeichnete die „menschliche Mauer“ als Absage an Trumps „Politik und seinen Rassismus“.

An der Protestaktion beteiligte sich auch Oscar Leeser, der Bürgermeister der US-Stadt El Paso, die unmittelbar an Ciudad Juarez grenzt. „Ciudad Juarez und El Paso sind ein und dieselbe Stadt, wir werden nie getrennt werden“, sagte der in Mexiko geborene US-Politiker.

apa/afp

stol