Donnerstag, 11. Mai 2017

Mexiko: Menschenrechtsaktivistin getötet

Bewaffnete Angreifer haben im Nordosten von Mexiko eine Menschenrechtsaktivistin getötet.

Verschleppte gehören mittlerweile zur politischen Landschaft Mexikos.
Verschleppte gehören mittlerweile zur politischen Landschaft Mexikos. - Foto: © LaPresse

Die Täter hätten Miriam Rodríguez Martínez in San Fernando im Bundesstaat Tamaulipas vor ihrem Haus erschossen, berichtete das Nachrichtenmagazin „Proceso“ am Donnerstag. Die Regionalregierung bestätigte den Vorfall und kündigte Ermittlungen an. „Wir werden nicht zulassen, dass der Tod von Miriam Rodríguez eine weitere Statistik wird“, schrieb Gouverneur Francisco García Cabeza de Vaca auf Twitter.

Kämpfte für Verschleppte

Rodríguez vertrat rund 600 Familien von Verschleppten in der Region. Ihre eigene Tochter wurde 2012 entführt und getötet. Einer der Täter war im März mit knapp 30 weiteren Häftlingen aus dem Gefängnis geflohen.

In San Fernando ereigneten sich einige der schwersten Verbrechen der jüngeren mexikanischen Geschichte. 2010 töteten mutmaßliche Mitglieder des Verbrechersyndikats Los Zetas in der Ortschaft 72 Migranten. Ein Jahr später wurde dort ein Massengrab mit 193 Leichen entdeckt.

dpa

stol