<b>Von Edith Runer</b><BR /><BR />Eigentlich hatte Michael Oberhuber nach dem Studium gar nicht mehr mit einer beruflichen Rückkehr nach Südtirol gerechnet. Wer braucht hier schon einen Chemiker, fragte sich der gebürtige Pusterer damals. Doch als die Direktorenstelle im Versuchszentrum in Pfatten unerwartet frei wurde, packte er die Gelegenheit beim Schopf. <BR /><BR />„Die Chance, als Führungskraft an der Laimburg die Forschung in Südtirol voranzubringen, hat mich einfach gereizt“, sagt er heute. Tatsächlich hat sich die Forschungseinrichtung in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1347234_image" /></div> <BR />Gemeinsam mit der Universität Bozen und Eurac Research wurden zahlreiche Projekte umgesetzt, und Südtirol hat sich als Forschungsstandort im Bereich der Landwirtschaft und der Lebensmittelverarbeitung auf internationaler Ebene einen Namen gemacht. <BR /><BR />Michael Oberhuber hat seine berufliche Entscheidung nie bereut, auch wenn er selbst nicht mehr mit Pipette und Reagenzglas arbeitet. „Ich bin dennoch häufig mit wissenschaftlichen Themen konfrontiert“, sagt er. Auf dem Laufenden hält er sich unter anderem mit dem Lesen von Fachartikeln, und bei Fahrten im Auto hört er meistens Wissenschafts-Podcasts.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1347237_image" /></div> <BR /><embed id="dtext86-75939655_listbox" /><h3> Auf Pisten und Wanderwegen</h3>Was beim lockeren Gespräch mit Michael Oberhuber auffällt: Weder die vielen Studien- und Arbeitsjahre in Nordtirol noch die Forschungszeit in Kalifornien oder sein nunmehriger Wohnort im Unterland haben es geschafft, seinen „Puschtra“ Dialekt abzuschleifen. <BR /><BR />Für ein wenig Auffrischung sorgen da die regelmäßigen Besuche bei seiner Mutter im Heimatort Olang. „Im Winter verbringen wir dort viele Wochenenden, um am Kronplatz Ski zu fahren“, erzählt der 52-Jährige. Das macht der gesamten Familie Spaß.<BR /><BR />Auch im Sommer sind die Berge meist das Ziel für kleine Auszeiten – inklusive einer gemütlichen Einkehr auf der Alm. Ab und zu geht es mit dem Motorrad über die Landstraßen – bei moderatem Tempo und mit frischem Wind im Gesicht. „Man nimmt die Landschaft da einfach ganz anders und viel intensiver wahr als im Auto“, erklärt Michael Oberhuber.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1347240_image" /></div> <h3> Sport am Morgen, Kultur am Abend</h3>Fit hält sich der Laimburg-Direktor unter anderem auf dem Fahrrad: Eine kurze Bike-Tour absolviert er gern auch vor dem Dienst. „Nach Feierabend raffe ich mich hingegen kaum mehr zum Sport auf.“ Dafür lässt er sich an lauen Sommerabenden für Konzerte und Theater begeistern. Die Unterlandler Freilichtspiele stehen dabei regelmäßig auf dem Programm. Ein guter Film vermag ihn zudem, ins Kino zu locken.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1347243_image" /></div> <BR />Meistens geht es der Laimburg-Direktor abends aber ganz entspannt an. Ein Blick in die aktuellen Fernsehnachrichten, eine interessante TV-Dokumentation oder – „sehr gern“ – ein gemütlicher Ratscher mit Freunden im Ort reichen ihm völlig aus, um den Kopf freizubekommen.<BR /><BR /><embed id="dtext86-75939654_listbox" />