Dienstag, 13. Januar 2015

Michel Houellebecq: „Ja, ich bin Charlie“

Der französische Schriftsteller Michel Houellebecq, Autor des kontroversiellen Romans „Soumission“ (Unterwerfung), hat in einem Interview, das der französische Sender Canal+ am Montagabend ausgestrahlt hat, sehr bewegt erklärt: „Oui, je suis Charlie“ („Ja, ich bin Charlie“).

Foto: © APA/Reuters

Das Gespräch war am Donnerstag, dem Tag nach dem Anschlag auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“, aufgezeichnet worden.

Es handelt sich dabei um das letzte Interview, das Houellebecq vor seiner Entscheidung, „Soumission“ nicht weiter zu bewerben, gegeben hat. Der Autor beschreibt in dem Roman das Leben in Frankreich unter einem muslimischen Präsidenten.

Die Ausgabe von „Charlie Hebdo“ vom vergangenen Mittwoch hatte eine Karikatur über den Schriftsteller auf der ersten Seite.

Houellebecq, der beschlossen hat, Paris zu verlassen, zeigte sich auch sehr getroffen vom Tod seines Freundes Bernard Maris, der bei dem Mordanschlag auf die Satirezeitschrift getötet wurde. „Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass jemand, den ich kenne, ermordet wurde“, sagte der Autor laut AFP mit klammer Stimme.

apa/afp

stol