Mittwoch, 25. April 2018

Migranten-Konvoi aus Zentralamerika erreicht Grenze Mexiko-USA

Ein Konvoi von rund 100 Migranten aus zentralamerikanischen Ländern ist am Dienstag an der Grenze Mexikos zu den USA eingetroffen.

Mit 2 Bussen erreichten die Menschen die Grenzstadt Mexicali auf der gegenüberliegenden Seite der kalifornischen Stadt Calexico.
Mit 2 Bussen erreichten die Menschen die Grenzstadt Mexicali auf der gegenüberliegenden Seite der kalifornischen Stadt Calexico. - Foto: © APA/AFP

Mit 2 Bussen erreichten die Menschen die Grenzstadt Mexicali auf der gegenüberliegenden Seite der kalifornischen Stadt Calexico, wie mitreisende Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Alles begann im März

Ende März hatte sich ursprünglich ein Konvoi aus mehr als 1000 Menschen auf den Weg von der mexikanischen Südgrenze Richtung USA gemacht. Medienberichte hatten scharfe Reaktionen von US-Präsident Donald Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter ausgelöst, der tausende Soldaten der Nationalgarde an die Grenze beorderte, um illegale Einwanderer zu stoppen.

Als die Aktion sich zu einem diplomatischen Konflikt zwischen Mexiko und den USA ausweitete, wurde sie von der Organisation People without borders (Menschen ohne Grenzen) gestoppt. Rund 600 Migranten setzten ihre Reise jedoch mehr oder weniger geschlossen mit Bussen oder Zügen fort.

Rund 200 Migranten wollen Asyl in den USA beantragen

Den ersten beiden Bussen würden 3 weitere folgen, sagte Irineo Mujica von Menschen ohne Grenzen. Die Hälfte der verbliebenen rund 600 Teilnehmer wolle in Mexiko bleiben. „Wir werden ihnen helfen, hier einen Flüchtlingsstatus zu beantragen“, sagte er der AFP am Telefon. Rund 200 Migranten wollten in den USA Asyl beantragen. Sie seien auf der Flucht vor Gewalt oder politischer Verfolgung in ihren Heimatländern.

Einer kleinen Gruppe sei bereits von den USA Asyl gewährt worden. Andere könnten versuchen, illegal in die Vereinigten Staaten zu gelangen.

Alle Jahre wieder seit 2010

Der Konvoi aus Migranten wird seit 2010 jedes Jahr um Ostern herum organisiert. Den Organisatoren zufolge soll vor allem das Bewusstsein für die Probleme von Migranten geschärft werden. Die Überquerung der Grenze ist nicht das vorrangige Ziel.

Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump haben sich die Beziehungen zwischen den USA und Mexiko verschärft. Die illegale Einwanderung, die Trump für Kriminalität und Gewalt in den USA verantwortlich macht, ist ein zentrales Thema seiner Präsidentschaft.

apa/afp

stol