Donnerstag, 03. August 2017

Migrantenunterkunft in Naturns: "Gemeinde lenkt nach Protesten ein"

Auf Initiative der Süd-Tiroler Freiheit fand diese Woche eine Aussprache zwischen den Bewohnern des Hauses beim Schnalser E-Werk, in welchem zehn männliche Asylwerber untergebracht werden sollten, und den Gemeindevertretern von Naturns statt. Dabei konnte ein erster Erfolg für die einheimischen Bewohner erzielt werden. Die Gemeinde willigte ein, vorerst nur eine der beiden Wohnungen mit Asylwerbern zu belegen und anstatt junger Männer, eine Familie dort unterzubringen.

Die Abgeordneten Sven Knoll, Myriam Atz-Tammerle, Bernhard Zimmerhofer.  Landesjugendsprecher Benjamin Pixner, Gemeinderätin Natascha Santer-Zöschg und Gemeinderat Benjamin Theiner mit Bewohnern des Hauses
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Die Abgeordneten Sven Knoll, Myriam Atz-Tammerle, Bernhard Zimmerhofer. Landesjugendsprecher Benjamin Pixner, Gemeinderätin Natascha Santer-Zöschg und Gemeinderat Benjamin Theiner mit Bewohnern des Hauses

Für die neun Bewohner des Hauses ist das ein erster Schritt in die richtige Richtung, da sie ansonsten zur Minderheit im eigenen Haus gemacht worden wären. Es ging den Bewohnern nie um Fremdenfeindlichkeit, sondern einzig und allein um die berechtigte Sorge um die eigenen Familien. Das Haus liegt nämlich abgelegen am Dorfrand und eine der Familien hat eine minderjährige Tochter.

Die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit hatten zusammen mit dem Landesjugendsprecher und den Gemeinderäten der Süd-Tiroler Freiheit von Naturns einen Lokalaugenschein beim Schnalser E-Werk vorgenommen und sich mit den Bewohnern des Hauses getroffen, um sich selbst ein Bild von der Situation zu machen. Dabei wurde deutlich, dass die Unterbringung von zehn jungen Männern in diesem Haus die Bewohner völlig überfordern würde.

Die Süd-Tiroler Freiheit hat daher auch umgehend im Landtag interveniert und von Landesrätin Stocker die Zusage erhalten, dass man gewillt sei, eine Familie in dem Haus unterzubringen.

Wir werden die weiteren Entwicklung im E-Werk in Naturns genau beobachten und im engen Kontakt mit den Bewohnern sofort einschreiten, wenn es Probleme geben sollte, so die Vertreter der Süd-Tiroler Freiheit.

Es bleibt zu hoffen, dass andere Gemeinden eine Lehre aus dem Fall ziehen und die Bevölkerung zukünftig in die Entscheidung mit einbinden, wo Asylwerber untergebracht werden.

 

Süd-Tiroler Freiheit

 

L.-Abg. Sven Knoll.

L.-Abg. Myriam Atz-Tammerle.

L.-Abg. Bernhard Zimmerhofer.

Landesjugendsprecher Benjamin Pixner.

Gemeinderätin Natascha Santer-Zöschg.

Gemeinderat Benjamin Theiner.

Süd-Tiroler Freiheit, Bozen

stol