Montag, 09. Juli 2018

Migration – Moavero: „Rom hält sich an europäische Verpflichtungen“

Italiens Außenminister, Enzo Moavero Milanesi, hat am Montag versichert, dass sich Italien an seine internationalen Verpflichtungen hält. „Wir werden uns nach wie vor im Rahmen des europäischen und internationalen Rechts bewegen“, antwortete der Minister auf eine Frage über eine mögliche Änderung der Regeln der EU-Mission „Sophia“ zur Migrantenrettung im Mittelmeer, wie sie Italien fordert.

Der italienische Innenminister Matteo Salvini bestritt indes Meinungsverschiedenheiten mit Verteidigungsministerin Elisabetta Trenta bezüglich des Einzugs von Schiffen der EU-Mission EUNAVFORMED in Italien.
Der italienische Innenminister Matteo Salvini bestritt indes Meinungsverschiedenheiten mit Verteidigungsministerin Elisabetta Trenta bezüglich des Einzugs von Schiffen der EU-Mission EUNAVFORMED in Italien. - Foto: © APA/AFP

Moavero Milanesi, der am Samstag Tripolis besucht hat, erklärte, dass Italien mit Libyen Gespräche für die Einrichtung von Flüchtlingszentren aufgenommen habe. „Wir besprechen, wie wir dieses Ziel erreichen können. Wir haben über die Möglichkeit gesprochen, solche Zentren auch in Nordafrika zu schaffen. Ziel ist, die Menschenrechte der Flüchtlinge zu garantieren“, sagte Moavero Milanesi bei einer Pressekonferenz mit dem UN-Gesandten für Libyen Ghassan Salame am Montag in Rom.

„Italien liefert Libyen neue Schiffe zur Rettung der Migranten im Meer. Das Ziel ist, nicht nur Migrantenabfahrten zu stoppen, sondern auch Menschen zu retten und sie so rasch wie möglich in einen sicheren Hafen zu bringen“, so der Minister.

Der italienische Innenminister Matteo Salvini bestritt indes Meinungsverschiedenheiten mit Verteidigungsministerin Elisabetta Trenta bezüglich des Einzugs von Schiffen der EU-Mission EUNAVFORMED in Italien. „Die Regierung arbeitet und handelt im Einklang“, versicherte Salvini.

apa

stol