Samstag, 09. April 2016

Mikl-Leitner bald nicht mehr Innenministerin

Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) verlässt das Innenministerium und kehrt nach Niederösterreich zurück. Sie wird Landeshauptmann-Stellvertreterin des ÖVP-geführten Bundeslandes und soll als Nachfolgerin von Landeshauptmann Erwin Pröll aufgebaut werden.

Paukenschlag in der österreichischen Regierung: Innenministerin Johanna Mikl-Leitner steht vor einem Wechsel in die Landespolitik. - Archivbild.
Paukenschlag in der österreichischen Regierung: Innenministerin Johanna Mikl-Leitner steht vor einem Wechsel in die Landespolitik. - Archivbild. - Foto: © APA

Nachfolger im Innenressort wird Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka, dem ebenfalls Ambitionen für den Job nachgesagt wurden. Die Rochade soll Sonntagabend im Parteivorstand der ÖVP fixiert werden, sickerte via „Tiroler Tageszeitung“ aber bereits am Samstag durch. Der APA wurde sie in Parteikreisen bestätigt, eine offizielle Stellungnahme blieb aber aus. Unklar blieb auch, wann Pröll sein Amt zurücklegen wird.

Die zuletzt in der Flüchtlingspolitik sehr exponierte Innenministerin („Festung Europa“) gilt schon seit langem als Prölls Wunschkandidatin. Als noch davon ausgegangen wurde, dass der Landeshauptmann zur Hofburg-Wahl antreten würde, wurde Mikl-Leitner bereits fix als seine Nachfolgerin gehandelt.

„Kein Geheimnis“

Auch von ihr selbst war vorerst keine Bestätigung für den Wechsel in das Bundesland mit der größten ÖVP-Hausmacht zu erhalten. „Dass ihr Herz die Innenministerin nach Niederösterreich zieht, ist kein Geheimnis“, hieß es allerdings aus ihrem Büro. Eine Stellungnahme Prölls werde es erst nach der Entscheidung der Gremien geben, ließ sein Sprecher wissen.

apa

stol