In einem am Dienstag veröffentlichten Interview der Zeitung „Corriere della Sera“ sprach er sich zugleich dafür aus, entschlossener die von Extremisten verfolgten Christen in Afrika und arabischen Ländern zu schützen.„Gegen Extremisten muss militärisch vorgegangen werden“„Eine Reaktion auf den Terrorismus schließt unweigerlich militärische Konsequenzen ein“, sagte der Minister. Diese Erkenntnis könnte für manche Leute schockierend sein, aber gegen Extremisten müsse militärisch vorgegangen werden. „Ich will das Wort 'Kampf' nicht in den Mund nehmen, um nicht als Kreuzritter bezeichnet zu werden“, fügte Gentiloni hinzu.Der Minister verwies darauf, dass islamische Extremisten immer öfter zielgerichtet gegen Christen vorgehen. Damit werde es noch dringlicher zu helfen, denn „das betrifft unsere Identität und unsere Wurzeln“. „Viele Jahre lang gab es in Europa die Unsitte – ein Mix aus Eigennutz und Feigheit – wegzuschauen, wenn es darum geht, was außerhalb unserer kleinen alten Welt passiert.“Die italienischen Streitkräfte seien bereit, die somalischen Sicherheitskräfte im Kampf gegen die extremistische Al-Shabaab zu trainieren. Deren Kämpfer hatten kürzlich eine Universität in Kenia überfallen und dabei zielgerichtet Christen getötet. Rund 150 Menschen kamen bei dem Überfall ums Leben.apa/reuters