Samstag, 24. Februar 2018

Mindestens 29 Tote bei Angriffen in Afghanistan

Bei 4 Anschlägen von Aufständischen auf afghanische Sicherheitskräfte in der Hauptstadt Kabul, der Westprovinz Farah und der Südprovinz Helmand sind Samstag in der Früh mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen. Die radikalislamischen Taliban haben sich bisher zu 3 der Angriffe bekannt.

Kabul im Ziel der Taliban. - Foto: APA (AFP)
Kabul im Ziel der Taliban. - Foto: APA (AFP)

In der Hauptstadt Kabul starb gegen 8.30 Uhr Ortszeit mindestens ein Mensch, als sich in der Nähe des NATO-Hauptquartiers vor einem Gelände des afghanischen Geheimdienstes NDS ein Selbstmordattentäter in die Luft sprengte. Der Sprecher des Innenministeriums sagte, zudem seien mindestens 6 Menschen verletzt worden. Die Opfer seien Sicherheitskräfte und Zivilisten. Wer hinter der Tat steckt, blieb zunächst unklar.

In Farah griff in der Nacht eine große Gruppe Talibankämpfer eine kleine Armeebasis im Bezirk Bala Bulok an und töteten in stundenlangen Gefechten mindestens 25 Soldaten, wie ein Mitglied des Provinzrates sagte. Der Stützpunkt sei nun wieder in Regierungshand. Die Taliban hätten aber viele Waffen mitgenommen. Farah gehört zu den am schwersten umkämpften Provinzen des Landes.

Autobomben kosten mehrere Menschen das Leben

In der südafghanischen Provinz Helmand detonierte eine Autobombe im Hof eines Gebäudekomplexes des Geheimdienstes NDS. Mindestens ein Mensch sei getötet worden, 2 seien verletzt. Der Sprecher der Provinzregierung bestätigte die Explosion und sagte, bisher seien 3 Menschen in Krankenhäuser gebracht worden.

Bei einem weiteren Autobombenanschlag auf eine Armeebasis im Bezirk Nadali in Helmand starben mindestens 2 Soldaten, wie der stellvertretende Polizeichef von Helmand sagte.

apa/dpa

stol