Samstag, 27. Mai 2017

Mindestens 300 Tote nach neuen Kämpfen in Zentralafrika

Bei den jüngsten Kämpfen zwischen rivalisierenden Milizen in der Zentralafrikanischen Republik sind nach UN-Angaben 300 Menschen ums Leben gekommen.

Un-Kräfte im Einsatz in der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui.
Un-Kräfte im Einsatz in der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui. - Foto: © LaPresse

In den vergangenen zwei Wochen seien zudem 200 Menschen in den Auseinandersetzungen verletzt worden. Fast die gesamte Bevölkerung der Stadt Bria, etwa 600 Kilometer östlich der Hauptstadt Bangui, sei auf der Flucht, meldete das Büro des UN-Nothilfekoordinators am Freitag unter Berufung auf örtliche Behörden. Betroffen sind demnach etwa 100 000 Menschen.

Erst vor zehn Tagen hatte das Rote Kreuz nach heftigen Kämpfen im Südosten der Zentralafrikanischen Republik rund 115 Leichen geborgen. Die christliche Anti-Balaka-Miliz hatte die Stadt Bangassou, rund 500 Kilometer östlich von Bangui, angegriffen. Rund 3000 Menschen flohen nach UN-Angaben vor der Gewalt.

Die Zentralafrikanische Republik gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. 2013 rutschte das Land in einen Bürgerkrieg, in dem sich Milizen der christlichen Mehrheit und der muslimischen Minderheit gegenüberstanden. Knapp 900 000 Menschen sind nach UN-Angaben auf der Flucht, 2,2 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

stol