Montag, 22. Januar 2018

Mindestens 7 Tote im Kongo nach Protesten gegen Präsident Kabila

Bei Demonstrationen gegen Präsident Joseph Kabila sind nach Angaben der UN-Mission im Kongo mindestens 7 Menschen bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften getötet worden. Dutzende wurden verletzt. Die Organisatorin der Proteste, die katholische Laienvereinigung des zentralafrikanischen Staates, sprach von 12 Toten, mindestens 60 Verletzten und 210 Festnahmen.

Bei den Protesten kamen 7 Menschen ums Leben.
Bei den Protesten kamen 7 Menschen ums Leben. - Foto: © APA/AFP

Die Demonstrationen vom Sonntag richteten sich gegen Kabilas weiteren Verbleib im Amt. Die Regierung hatte das mobile Internet zeitweise abschalten lassen, um die Organisation der Proteste zu erschweren. Kabilas zweites und laut Verfassung letztmögliches Mandat endete im Dezember 2016, der Präsident hält sich jedoch mit scheinbar immer neuen Finten an der Macht.

Katholische Kirche strebt friedlichen Machtwechsel an 

Die katholische Kirche, die vermutlich einflussreichste Organisation des Landes, hat den Druck auf Kabila verstärkt, um einen friedlichen Machtwechsel zu erreichen. Zuletzt hatte die Kirche am 31. Dezember zu Protesten aufgerufen. Dabei wurden mehrere Menschen getötet, die Polizei stürmte auch Kirchen und nahm Priester fest. Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Kardinal Laurent Mosengwo Pasinya, geißelte die Gewalt der Sicherheitskräfte als „Barbarei.

Auch international wurde die Gewalt verurteilt, etwa von der EU.

dpa

stol