Alle Einzelheiten zum Leben der rüstigen Seniorin und ihr Rezept für ein langes Leben, lesen Sie hier.<BR /><BR />Zum 100. Geburtstag waren die Angehörigen – Schwestern und Nichten – ins Jesuheim nach Girlan gekommen und ließen die Jubilarin hochleben. Ins Ständchen stimmte sie selbst mit ein. Die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte Monika Hofer Larcher, die Gemeindereferentin für Senioren. <BR /><BR />„Es ist bewundernswert, wie fit Maria immer noch ist – obwohl sie es in ihrem Leben längst nicht immer leicht hatte“, sagte Hofer Larcher. Darauf verriet die Jubilarin auch gleich das Rezept: „Man muss annehmen, was im Leben auf einen zukommt, und dann muss man das Beste daraus machen.“<BR /><BR />Maria Meraner kam als zweites von 9 Kindern in Eppan zur Welt. Ihr Heimathaus ist der Gasthof „Meraner“ in der Bergstraße in St. Michael. Im Eppaner Hauptort besuchte sie auch die Schule. Marias Vater wollte ihr eine gute Ausbildung zukommen lassen und meldete sie für eine Haushaltungsschule in der Gegend von Turin an. Maria war 17 Jahre alt, als sie schwer erkrankte, sie war dem Tod näher als dem Leben. Sie lag im Sterbezimmer und hatte bereits die Letzte Ölung bekommen. Dennoch wusste die 17-jährig e Maria Meraner schon, dass sie ein biblisches Alter erreichen würde: „Lasst mich da hinaus, ich werde 100 Jahre alt“, hatte die Eppanerin damals gerufen, und sie sollte recht behalten. <BR /><BR />Die Eltern waren verständigt und traten unverzüglich die lange Fahrt ins Piemont an, um ihre Tochter nach Hause zu holen, wo sie – wie durch ein Wunder – genas. <BR /><BR />Geheiratet hat Maria Meraner nie. Ihr Freund war an der Front im Abessinien-Krieg gefallen. Früh verlor sie auch 2 ihrer Brüder: Franz starb mit 25 Jahren infolge einer Lungentuberkulose, Walter verunglückte am Gardasee tödlich. Er war damals 24 Jahre alt. Willi übernahm das Restaurant der Eltern. Er ist heuer gestorben. Die 6 Schwestern sind alle noch am Leben: Berta, Hermine, Irmgard, Helene, Rita – und Maria.<BR /><BR />Maria Meraner arbeitete als Köchin zuerst in einem Hotel in Welschnofen, dann am Ritten. Später kam sie nach Mailand und kochte für eine Industriellenfamilie, bis sie nach Hause zurückkehrte und auf ihre Eltern schaute. Heute lebt sie im Jesuheim.