Dass der Weg zur mentalen Stärke über Bewegung und Sport führt, betonte die ehemalige erfolgreiche Leichtathletin Monika Niederstätter bei einem Vortrag.<BR /><BR /><BR />Sport und Bewegung seien eng mit dem Wohlbefinden verbunden, unterstrich die Sportpsychologin und Mentaltrainerin. Sie weiß aus eigener Erfahrung, dass es nicht nur um das körperliche Wohlbefinden geht. „Bewegung und Sport sind auch für das seelische, geistige und soziale Wohlbefinden wichtig.“<BR /><BR /><embed id="dtext86-53709807_quote" /><BR /><BR />Schon im Kindesalter sollten Bewegung und Sport einen Platz im Alltag haben. Kindern sollte die Möglichkeit geboten werden, die Vielfalt des Sports kennenzulernen und auszuprobieren. Dass sich heute schon Kinder auf eine Sportart festlegen müssen und es dann vor allem um Leistung geht, sieht Niederstätter kritisch. Es bestehe die Gefahr, dass Leistung und Wertschätzung miteinander vermischt werden. „Deshalb ist es wichtig, dass das Kind spürt: Du bist wertvoll, egal, was du leistest.“<BR /><BR />Eltern sollten sich überlegen, was sie ihrem Kind zumuten könnten. „Das Gehetze von einem Termin zum nächsten tut den Kindern nicht gut“, unterstrich die Referentin. <BR /><BR />Bewegung und Sport sollten ihnen Freude bereiten. Niederstätte warnte davor, einen Leistungsdruck aufzubauen, „denn nicht alle sind leistungsorientiert“. Die Forderung nach Leistung könne für manche positiv sein; bei anderen sei sie auch negativ. <BR /><BR /><embed id="dtext86-53709931_quote" /><BR /><BR />„Kinder können aber im Sport lernen, dass es sich lohnt, dran zu bleiben“, stellte Monika Niederstätter fest. Fast alles im Leben lasse sich durch Übung verbessern „und dann kommen die Erfolge.“ Deshalb sollten Eltern auch das Bemühen wertschätzen und nicht nur das Können.<BR /><BR />Der Sport sei eine gute Lebensschule und trage wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung bei. Kinder lernten gute Verlierer bzw. Gewinner zu sein, in einer Mannschaft mitzumachen und ihr Bestes zu geben. Sie lernten sich Ziele zu setzen und dafür zu arbeiten, sich Herausforderungen zu stellen und sich durchzusetzen. Dann entwickelten sie mentale Stärke und damit die Fähigkeit, im entscheidenden Moment die bestmögliche Leistung abzurufen. <BR /><BR /><embed id="dtext86-53709933_quote" /><BR /><BR />„Gerade in der Zeit des Lockdowns hat sich auch gezeigt, wie wichtig Bewegung für das Gehirn ist“, stellte die Referentin fest. Das Gehirn erhole sich mit Bewegung und Sport. Deshalb empfiehlt Monika Niederstätter täglich Bewegung. „Ideal wären 15 bis 20 Minuten leichte Ausdauerbewegung und das auch für Erwachsene.“ Eltern seien diesbezüglich wichtige Vorbilder für ihre Kinder. <BR /><BR />Der Vortrag mit Monika Niederstätter wurde von der öffentlichen Bibliothek Schluderns in Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss, dem Katholischen Familienverband und dem ASV Schluderns veranstaltet.